Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche und der Wahrnehmungsbereich Raum-Lage-Orientierung

MMag. Dr. Karin Herndler, Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Leitner MA, Ass.-Prof. Mag. Dr. Marco Helbich

Für viele Kinder verläuft die Entwicklung der Lese- und Rechtschreibfertigkeit sowie der Rechenfertigkeit nicht parallel zur intellektuellen Entwicklung. Ein hoher Intelligenzquotient ist kein Garant für einen reibungslosen Schriftspracherwerb und das Erlernen des Rechnens; somit korreliert Intelligenz nicht unbedingt mit Schulerfolg. Das Konstrukt der Intelligenz soll in diesem Forschungsprojekt näher bearbeitet werden, indem eine kognitive Fähigkeit, nämlich die Wahrnehmung, und hier speziell die Raum-Lage-Wahrnehmung, näher untersucht wird. Dazu werden 280 klinisch-psychologisch diagnostizierte Kinder, die Lese- Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwächen haben und vorwiegend aus dem Volksschulbereich kommen, herangezogen.

Projektziele: Das Ziel dieses Projektes besteht darin, herauszufinden, in welchem Zusammenhang die Raum-Lage-Orientierung mit Intelligenz und dem Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen von Schüler/innen steht. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts können Hinweise auf Interventionsmöglichkeiten, wie Beratung, Förderung oder Prävention, für die betroffenen Schüler/innen liefern.

Projektdauer: Sept. 2015 - Aug. 2016

Kooperationen: Louisiana State University (USA), Department of Geography and Anthropology; University Utrecht (NL), Faculty of Geosciences