Habilitationsprojekt: E-Learning in der Lehrerfortbildung

Akzeptanz und Wirksamkeit von E-Learning-Maßnahmen für Pflichtschullehrkräfte

Lehrerfortbildung gilt als Hoffnungsszenario für die Verbesserung des Bildungswesens per se. E‑Learning-Aktivitäten gelten als Hoffnungsträger einer möglichen Veränderung der herkömmlichen Lehrerfortbildung. Sie sollen durch den durch den virtuellen Bildungsraum offenen Kommunikationsprozess im Lehren und Lernen zu mehr Professionalität im Lehrerberuf verhelfen.

E‑Learning-Maßnahmen sind in Folge immer mit Veränderungs- und Anpassungsprozessen sowie ungewohnten Lern- und Arbeitsformen verbunden und stoßen deshalb nicht selten auf Widerstand und Akzeptanzprobleme – so auch in der Lehrerfortbildung.

Vorliegende Habilitationsschrift nimmt Bezug zum Wissensstand und greift Defizite zum Stand der Forschung über Akzeptanz und Wirksamkeit von E‑Learning-Maßnahmen in der Lehrerfortbildung auf. Sie stellt Fragen nach der Wichtigkeit von Akzeptanz und Wirksamkeit von E‑Learning-Maßnahmen. Mittels eines Akzeptanzfaktorenmodells wird gezeigt, dass Akzeptanz einen wichtigen Aspekt in der Lehrerfortbildung mit E‑Learning darstellt. Die Bedeutung von personenbezogenen und kontextbezogenen Faktoren sowie Faktoren der persönlichen Nutzung und Wahrnehmung als Formen der Akzeptanz von Lehrpersonen werden aufgezeigt.

Alle Faktoren werden systematisch sowohl qualitativ als auch quantitativ anhand von acht Case Studies (vier eigene, aktuelle Studien [Hauptuntersuchung] und vier ältere Vergleichsstudien [Nebenstudien]) über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren in Österreich untersucht. Die Analyse zeigt notwendige Schritte auf, um eine verbesserte Akzeptanz von E‑Learning-Angeboten für Pflichtschullehrkräfte zu erzielen und weist auf Faktoren hin, die wirksam werden müssen, um von erfolgreicher Annahme und erfolgreichem Einsatz von E‑Learning in der Lehrerfortbildung zu sprechen.

Ansprechperson: Gerda Kysela-Schiemer, Visitenkarte