Das Fortbildungsmodell Fortbildung Kompakt

Ausgehend von aktuellen Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Fortbildung wurde im Studienjahr 2011/12 ein modulares Fortbildungskonzept mit dem Titel Fortbildung Kompakt erarbeitet. Parallel dazu wurde eine Begleitforschung in Auftrag gegeben, die Akzeptanz, Veränderungen und Wirkungen auf der Ebene der beteiligten Schule als Beitrag von Schulentwicklung erheben sollte. Erste Ergebnisse der Langzeitstudie in Bezug auf die Wirksamkeit des Fortbildungsangebotes liegen bereits vor.

Ansprechperson: Isolde Kreis, Visitenkarte

Weitere Informationen zum Modell Fortbildung Kompakt finden Sie hier.


Das IMST-Themenprogramm als Projekt der Forschung

Das IMST-Themenprogramm bildet den Rahmen für unterschiedliche Forschungen zu den verschiedensten Bereichen des Unterrichts und zur Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern.

Die ide-Zeitschrift, Heft 2-2014, Projekt und Deutschunterricht, herausgegeben von Marlies Breuss, Ursula Esterl und Gabriele Fenkart, beschäftigt sich unter anderem mit den Themen (ein Auszug) :

  • Marlies Breuss, Edith Erlacher-Zeitlinger: Das IMST-Themenprogramm „Schreiben und Lesen“ unter dem Aspekt einer nachhaltigen LehrerInnenfortbildung oder Was lernen die Lehrerinnen und Lehrer?
  • Angela Schuster: Bewerten im Projektunterricht
  • Christian Pichler: Kompetenzorientierung im IMST-Themenprogramm „Schreiben und Lesen“
  • Doris Latschen: Ein Kaleidoskop des Lehrens und Lernens in der Primarstufe 

Link: http://wwwg.uni-klu.ac.at/ide/sub/ide-2014-2.html

 Ansprechpersonen:


Dissertationsprojekt: Menschenrechtsbildung

Die Zukunftsdimension in der Menschenrechtsbildung – (Dissertationsvorhaben am Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der AAU Klagenfurt)

Im Dezember 2011 wurde die „Deklaration für Menschenrechtsbildung und Training“ von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Deklaration bildet, wie Peter Kirchschläger (2011) konstatiert, „den bisherigen Höhepunkt verschiedener internationaler Initiativen im Bereich der Menschenrechtsbildung“. Sie ist ein Meilenstein zur Legitimierung von Menschenrechtbildung im regionalen, nationalen und globalen Kontext. Ausgehend von diesem Dokument wird in dieser Dissertation versucht, einen kritischen Blick auf die Menschenrechtsbildung zu werfen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Bedeutung der Zukunftsdimension (dem Einfluss, dem Verständnis und dem Gebrauch derselben) innerhalb von Menschenrechtsbildung. Die Fragen nach den Zielen von Menschenrechtsbildung, nach dem auch langfristig gedachten ‚Wohin?’ und den damit einhergehenden Konsequenzen im Rahmen der (Menschenrechts-)Bildungsprozesse werden in dieser Forschungsarbeit kontrovers diskutiert.

Folgende Forschungsfragen sollen im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden:

  • Inwiefern spielt die Zukunftsdimension – die Beschäftigung mit Zukunftsbegriffen, wie sie sich in verschiedenen Diskursen zeigen – eine Rolle in der/für die Menschenrechtbildung?
  • Inwiefern entsteht eine neue Qualität von Menschenrechtsbildung in Richtung kritischen Bewusstseins und Ermächtigung, wenn die Zukunftsdimension bewusst mitgedacht und ins Konzept integriert wird?

Ansprechperson: Josefine Scherling, Visitenkarte


Dissertationsprojekt: LesenSchreibenLesen

LesenSchreibenLesen. Die Bedeutung von offenen Aufgabenarrangements im kompetenzorientierten Deutschunterricht.

Im neuen Prüfungsformat der zentralisierten schriftlichen Reife- und Diplomprüfung Deutsch müssen die Schüler/innen ausgehend von Inputtexten ihre Textkompetenz unter Beweis stellen und - bezugnehmend auf diese Inputtexte - zwei von 11 Textsorten verfassen. Das Dissertationsprojekt nimmt die vorbereitenden Aufgabenstellungen, die einerseits im Kontext des Inputtexts stehen und andererseits das Schreiben eines eigenen Textes anleiten, in den Blick. Es geht den Fragen nach, welchen Effekt Aufgabenstellungen, die sich an den Phasen des Schreibprozesses und den Textsortenkriterien orientieren und erhöhte Eigenverantwortlichkeit der Lernenden erfordern, auf die Textproduktion und die Produkte haben und welche Bedeutung der Verknüpfung von Lesen – Schreiben – Lesen in diesen Aufgabenarrangements zukommt?

Die Ergebnisse der qualitativen Studie lassen die Hypothese zu, dass solche Aufgabenarrangements, die sich am Schreibprozess orientieren und Lesen und Schreiben verbinden zum einen den Schreibprozess enlasten und zum anderen die Qualität der Produkte erhöhen.

Ansprechperson: Elfriede Witschel, Visitenkarte


Habilitationsprojekt: E-Learning in der Lehrerfortbildung

Akzeptanz und Wirksamkeit von E-Learning-Maßnahmen für Pflichtschullehrkräfte

Lehrerfortbildung gilt als Hoffnungsszenario für die Verbesserung des Bildungswesens per se. E‑Learning-Aktivitäten gelten als Hoffnungsträger einer möglichen Veränderung der herkömmlichen Lehrerfortbildung. Sie sollen durch den durch den virtuellen Bildungsraum offenen Kommunikationsprozess im Lehren und Lernen zu mehr Professionalität im Lehrerberuf verhelfen.

E‑Learning-Maßnahmen sind in Folge immer mit Veränderungs- und Anpassungsprozessen sowie ungewohnten Lern- und Arbeitsformen verbunden und stoßen deshalb nicht selten auf Widerstand und Akzeptanzprobleme – so auch in der Lehrerfortbildung.

Vorliegende Habilitationsschrift nimmt Bezug zum Wissensstand und greift Defizite zum Stand der Forschung über Akzeptanz und Wirksamkeit von E‑Learning-Maßnahmen in der Lehrerfortbildung auf. Sie stellt Fragen nach der Wichtigkeit von Akzeptanz und Wirksamkeit von E‑Learning-Maßnahmen. Mittels eines Akzeptanzfaktorenmodells wird gezeigt, dass Akzeptanz einen wichtigen Aspekt in der Lehrerfortbildung mit E‑Learning darstellt. Die Bedeutung von personenbezogenen und kontextbezogenen Faktoren sowie Faktoren der persönlichen Nutzung und Wahrnehmung als Formen der Akzeptanz von Lehrpersonen werden aufgezeigt.

Alle Faktoren werden systematisch sowohl qualitativ als auch quantitativ anhand von acht Case Studies (vier eigene, aktuelle Studien [Hauptuntersuchung] und vier ältere Vergleichsstudien [Nebenstudien]) über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren in Österreich untersucht. Die Analyse zeigt notwendige Schritte auf, um eine verbesserte Akzeptanz von E‑Learning-Angeboten für Pflichtschullehrkräfte zu erzielen und weist auf Faktoren hin, die wirksam werden müssen, um von erfolgreicher Annahme und erfolgreichem Einsatz von E‑Learning in der Lehrerfortbildung zu sprechen.

Ansprechperson: Gerda Kysela-Schiemer, Visitenkarte