Publikationen

Gerda Kysela-Schiemer u. Almut E. Thomas  (2016): Sprachliche Förderung durch Vorlesen in traditionellen Buch- und digitalen Lesewelten. S. 802 - 810

Vorlesen gilt als besonders nachhaltige Investition in die Bildungschancen von Kindern. Das aktuelle Angebot zur Förderung von frühkindlicher Sprache und Kommunikation ist vielfältig und reicht vom traditionellen Kinderbuch bis zum Touchscreen, Tiger- oder E-Book. Vorliegender Artikel zeigt anhand einer Studie an mehreren Wiener Volksschulen die Bedeutung des Vorlesens für die Förderung sprachlicher Kompetenzen auf und diskutiert aktuelle Angebote zur Vorlesekultur für unterschiedliche Altersstufen.

 

 

Christian Pichler (2016): Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht und fachspezifisches Professionsverständnis, ein Dilemma

Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und das Professionsverständnis von Lehrpersonen der Schultype Gymnasium mit seinen sozialen, bildungs- und typenspezifischen Konventionen können Gegensätze bilden, die die erwünschten Effekte der Bildungsreform konterkarieren. Der vorliegende Beitrag untersucht Orientierungsmuster der Lehrenden und zeigt die Bruchlinien zwischen dem akademischen Professionsverständnis und einem handlungsorientierten auf. Der Befund weist die Richtung, in die die Aus- und Fortbildung zu arbeiten haben wird.

ide Heft 2/2016 Sachtexte. Sachtexte als Lerngegenstand und Medium des Lernens. Hg.: Jürgen Struger und Elfriede Witschel

Dieses ide-Heft schlägt einen Bogen von theoretischen und fachdidaktischen Konzepten zu Möglichkeiten der Umsetzung in der Unterrichtspraxis mit Ziel einer Vertiefung und Erweiterung des Verständnisses von Sachtexten als komplexe und vielfältige Lerngelegenheiten. 

 

 

 

 

Gerda Kysela-Schiemer (2016): Sachcomics. Bildung, Wissen und Information durch Bilder. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 ("Sachtexte"), S. 50-58.

Wissen soll durch Bilder vermittelt werden. Durch Comics werden seriöse Inhalte leichter zugänglich gemacht. Das ist bestechend – längst nicht mehr nur für Kinder und Jugendliche. Sachcomics stellen das Edukative in den Mittelpunkt: Eine pädagogisch-didaktische Bereicherung der Bildungslandschaft?

Madeleine Strauss (2016): Der Sachtext im fächerübergreifenden Unterricht. Eine verkannte Textsorte. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 („Sachtexte“), S. 59-68.

Im Beitrag werden didaktische Überlegungen angestellt, wie sowohl im Deutschunterricht als auch im Fächer übergreifenden Unterricht mit Sachtexten gearbeitet werden kann. Dazu gibt es praktische Unterrichtsbeispiele. Es werden Möglichkeiten gezeigt, wie Schülerinnen und Schüler ausgehend von der Alltagssprache zu einer ihnen eigenen Bildungs- und Fachsprache finden können. Dazu gehören verschiedene Strategien zum Textverständnis in allen Fächern ebenso wie Übungen zum Umgang mit dem Fachvokabular und das Sprechen über Lerninhalte. Ein mögliches Lernergebnis ist die Produktion eines eigenen Texts.

Elfriede Witschel (2016): Lesen und Schreiben: vom Sachtext zum offenen Brief. Die Arbeit mit einem Aufgabenarrangement in der Sekundarstufe II. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 („Sachtexte“), S. 104-112.

Das neue schriftliche Prüfungsdesign der Abschlussprüfung in der Muttersprache bzw. in Deutsch in Österreich setzt eine Verknüpfung von Lesen und Schreiben bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben voraus. Das impliziert einen vorbereitenden Deutschunterricht, der entsprechende Strategien mithilfe von Lern- und Übungsaufgaben aufbaut. Der Beitrag stellt als Trainingsmöglichkeit ein Aufgabenarrangement vor und beleuchtet so die Prozesse beim Lesen und Schreiben auf dem Weg zu einem Produkt, einem offenen Brief.

Annemarie Saxalber, Elfriede Witschel (2016): „Schreibunterricht aus meiner Sicht“ – Eine empirische Analyse zu Lehren und Lernen in der Sekundarstufe II in Österreich. In: Zimmermann, Holger; Peyer, Ann (Hg.): Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften (= Germanistik Didaktik Unterricht, Bd. 16). Frankfurt/Main: Peter Lang, S. 175-196.

Die Einführung der schriftlichen Standardisierten Reifeprüfung in Deutsch (SRDP) zieht Folgen für den Deutschunterricht nach sich. Die begleitende Studie zur Einführung der SRDP beleuchtet, inwiefern diese expliziten Normen sich auf implizite Normen der Lehrpersonen auswirken. Der Artikel wählt – mit Blick auf normative Erwartungen – einige Themenaspekte aus und zieht Schlussfolgerungen für die Deutschlehreraus- und -fortbildung in Österreich.

Christian Pichler (2016)Lehrer/innen und Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht, Unterricht aus Politischer Bildung

Kompetenzorientierung statt Inhaltsorientierung, so lautet seit 2008 das unterrichtsleitende Prinzip in Österreichs Schulen. Der Begriff beschreibt eine grundlegende Neukonzeption fachlicher Didaktik, deren erfolgreiche Umsetzung entscheidend von der Haltung der Lehrer/innen abhängt. Die Einstellung von Geschichts- und Politik-Lehrpersonen zu Kompetenzorientierung im Unterricht und zur kompetenzorientierten Reifeprüfung an Kärntens AHS ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Wichtige Teilergebnisse werden hier präsentiert.

In: Erziehung und Unterricht 2016/4

Christina Halfmann & Monika Raffelsberger-Raup (2015): Starke Schreibbegleitung – Schreibprozesse in vorwissenschaftlichen Arbeiten erfolgreich unterstützen

Dieses Buch richtet sich an LehrerInnen, die VWAs betreuen und begleiten. Es soll eine praktische Anleitung und Hilfestellung bieten, wie schülerisches Schreiben unterstützt und vorbereitet werden kann. Aus der SchreibberaterInnenpraxis gewonnene Erkenntnisse sollen den Prozess erleichtern.

Das Buch orientiert sich in seiner Struktur an den Phasen des (vor)wissenschaftlichen Arbeitens. Um Schreiblernende auch adäquat betreuen zu können, ist es notwendig, auch die Sicht der Betreuungsperson im Arbeitsverlauf zu integrieren. Eine Besonderheit dieses Buches ist es demnach, dass sich die Beschreibung der Arbeitsschritte mit dem Fokus auf die Betreuungsperson gestaltet. In einem Online-Teil finden sich hilfreiche Materialien und Anleitungen, die bei der Arbeit mit den Schreibenden unterstützen können.

Link: https://www.imst.ac.at/imst-wiki/index.php/Portal:Schreib-Wiki

Annemarie Saxalber, Elfriede Witschel (2015): Schreiben im Deutschunterricht aus der Sicht von DaZ-SchülerInnen. Ergebnisse einer Fragebogenerhebung an der österreichischen Sekundarstufe II. In: Theorie und Praxis. Jahrbuch für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Schwerpunktthema: Schreiben und Literalität. Wien: Präsens, S. 85 – 115.

Der Beitrag stellt ausgewählte Aspekte der Ergebnisse einer Befragung von 2036 Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe II aus dem Jahr 2011 vor. Besonders in den Blick genommen werden dabei Aspekte zu fachdidaktisch relevanten Tätigkeiten in und rund um den Unterricht, die die sprachliche Förderung der SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache an österreichischen Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen beleuchten sollen. Die Befunde zur Wahrnehmung des Schreibunterrichts vor der Einführung der zentralisierten schriftlichen Reife- und Diplomprüfung Deutsch sind zum Teil ernüchternd: Es gibt im österreichischen Schulsystem mit Außendifferenzierung wenig Binnendifferenzierung in den schreibdidaktischen Förderungen von leistungsstarken und leistungsschwachen SchülerInnen sowie von DaM- und DaZ-SchülerInnen.

Bernhard Schmölzer, Helga Voglhuber (2015): Auf der Website des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (bifie) kann man zum Thema Naturwissenschaften in der Grundschule folgenden Text nachlesen: “Die Begabungen und Talente aller Menschen müssen umfassend gefördert werden. Es geht um Neugier, Entdeckergeist und Eigenständigkeit. Bereits in der Volksschule kann der Grundstein für naturwissenschaftliches Interesse gelegt werden. Ein möglichst früher kindgerechter Kontakt mit naturwissenschaftlichen Themen trägt zu einem besseren Verständnis von gesellschaftsrelevanten Themen wie Umweltschutz oder Gesundheit bei“.

Link: www.bifie.at/buch/1191/0/1, Zugriff am 25.11.2015

In dieser Ausgabe von Erziehung & Unterricht werden verschiedenste Beiträge aus der Forschung und Unterrichtspraxis vorgestellt, die obiges Zitat widerspiegeln. Außerdem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Lehrer/innen durch gezielte Fortbildungen für ihren naturwissenschaftlich betonten Sachunterricht motivieren und unterstützen kann. 

Andrea Holzinger & Gertraud Benke (2015): Was Pflanzen alles können

Nachwachsende Rohstoffe im Verständnis von Grundschulkindern

Veröffentlicht vom Friedrich Verlag in Unterricht Chemie| Heft 148, Juli 2015 | 26. Jahrgang

Der Artikel beschäftigt sich mit Chancen und Grenzen von Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe und zeigt anhand von zwei Unterrichtsbeispielen eine mögliche Umsetzung des Bildungsthemas „Pflanzen“ im Sachunterricht. Die Idee entstand 2013 im Talente Regional Projekt GreCoS (Green Composites in School).

Link zum Heft: http://www.guteunterrichtspraxis-nw.org/2015-NaWaRo.html

oder  http://www.staeudel.de/2015-NaWaRo.html

Isolde Kreis (2015): Nachhaltigkeitsstudie zur Fortbildung (Fortbildung Kompakt)

„Wie wird Fortbildung nachhaltig? Wie kann Fortbildung von Lehrer/innen Schulentwicklung unterstützen? Welche Angebote erzeugen die größte Wirksamkeit? Diese und andere Fragen beschäftigten Fortbildner/innen an der pädagogischen Hochschule Kärnten schon lange und ließen nach Wegen suchen, wie Fortbildung von Lehrer/innen mit Schulentwicklung verknüpft werden kann. Ausgehend von aktuellen Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Fortbildung, wurde im Studienjahr 2011/12 ein modulares Fortbildungskonzept mit dem Titel „Fortbildung Kompakt“ erarbeitet. Parallel dazu wurde eine umfassende Evaluation in Auftrag gegeben, die Akzeptanz, Veränderungen und Wirkungen auf der Ebene der beteiligten Schule als Beitrag von Schulentwicklung erheben sollte. Das Konzept des neuen Fortbildungsangebots sowie erste Ergebnisse der Evaluationsforschung werden  in diesem Beitrag dargestellt.“

In: journal für schulentwicklung 2/2015 Wie Fort- und Weiterbildung die Schulentwicklung unterstützt.

Link: http://www.studienverlag.at/page.cfm?path=buecher/buchdetail&titnr=5438

Gerda Kysela-Schiemer (2015): Trends in den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und zum Einsatz digitaler Medien. 

Digitale Medien erobern alle Lebensbereiche, so auch den Schulalltag. Medien verändern den Lehr- und Lernprozess und bilden große Herausforderungen für  die Schule. Kann sie mit der Rasanz an technologischer Veränderung mithalten? Wohin entwickelt sich die Schule des 21. Jahrhunderts? Welche Initiativen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien werden in Österreich gesetzt? Welche Trends können für die Schule genannt werden?

Der Artikel setzt sich mit den Chancen, Herausforderungen und Gefahren des Einsatzes neuer Medien im Unterricht auseinander, stellt aktuelle Studien für die Verwendung von digitalen Lernwerkzeugen vor und diskutiert notwendige Kriterien für den Erfolg von innovativen Maßnahmen.

In: SWS Rundschau, 2015, Heft 1, 55. Jg., S. 6 – 25.

Link: http://www.sws-rundschau.at/html/archiv_abstract.php?language=de&id=319&heft=81

Johann Wolf (2015): Bogenschießen – Im Sportunterricht organisieren und umsetzen

Dieser Beitrag versucht darzulegen, wie eine Unterrichtseinheit in der Sekundarstufe 1 geplant, umgesetzt und organisiert werden kann. Im Fokus steht nicht nur die Ausführung des Bewegungsablaufes, sondern auch das Verstehen der Bewegung, reflektieren von Bewegungsabläufen und fördernde Übungen zur Leistungsverbesserung im Bogenschießen. Ebenso müssen zwingend Sicherheitsregeln beachtet und eingehalten werden, wobei es einer straffen Unterrichtsorganisation bedarf, ohne dass die Freude am Sportunterricht zu kurz kommt. Ziel dieses Artikels ist es, Unterrichtende zu ermutigen, auch Sportarten wie Bogenschießen in der Schule zu fördern.

In: Bewegung & Sport, Heft 2, 2015

Link: www.bewegungundsport.net

Edith Erlacher-Zeitlinger, Marlies Breuss (2014): Das IMST-Themenprogramm »Schreiben und Lesen« unter dem Aspekt einer nachhaltigen LehrerInnenfortbildung oder Was lernen die Lehrerinnen und Lehrer?

Mit der Bedeutung von »IMST als Modell für die LehrerInnen-Professionalisierung« setzen sich Marlies Breuss & Edith Erlacher-Zeitlinger in ihrem Beitrag auseinander. Sie wollen herausfinden, ob die Teilnahme am IMST-Themenprogramm die individuelle Professionalisierung von LehrerInnen vorantreibt und ob es eine Bewusstheit über dieses Lernen gibt. In den Blick genommen werden Einstellungen und Ziele von ProjektträgerInnen, die mehrere aufeinander folgende Projekte durchgeführt haben.

In: ide-Informationen zur Deutschdidaktik. Projekt und Deutschunterricht. Heft 2; S. 31-50.

Link: http://wwwg.uni-klu.ac.at/ide/  

Christian Pichler (2014): Kompetenzorientierung im IMST-Themenprogramm „Schreiben und Lesen“. 

Der Beitrag untersucht die Frage, auf welche Weise sich das Prinzip der Kompetenzorientierung im genannten IMST-Themenprogramm abbildet. Zu diesem Zweck wurden anhand der Kompetenzmodelle Endberichte analysiert, indem deren Ergebnisse nach qualitativen Verfahren mit den Teilkompetenzen der Modelle in Beziehung gesetzt worden sind.

In: ide. informationen zur deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule. 38, H. 4), S. 71 – 90.

Link: http://wwwg.uni-klu.ac.at/ide/ 

Christian Pichler (2014): Die Vorwissenschaftliche Arbeit: Zahlen, Daten, Fakten. Mit einem Blick auf die Diplomarbeit an BHS. 

Der Beitrag beleuchtet die Zielsetzungen, die mit der Einführung der VWA als dritter Säule der neuen Reifeprüfung (2010) verbunden worden sind und die Rahmenbedingungen, unter denen man  dieses Format im Schulsystem implementiert hat. Zudem wird mittels eines kleinen „Panoptikums“ Nachschau gehalten, wie sich die „erste Generation“ von VWA darstellt.

In: ide. informationen zur deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule. 38, H. 4, S. 9 – 23.

Link: http://wwwg.uni-klu.ac.at/ide/ 

Ulrike Hofmeister Ulrike (2014): Schulen im Veränderungsprozess. Rahmenbedingungen zur Partizipation von Jugendarbeit an Ganztagsschulen.

Der Beitrag setzt sich mit den Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit von ganztägigen Schulen und außerschulischen Einrichtungen der Jugendarbeit auseinander. Da sich immer mehr Schulen von einer Halbtagsschule mit Tagesbetreuung am Nachmittag zu einer „echten“ verschränkten Ganztagsschule weiterentwickeln, sollte diese Chance für eine engere Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Institutionen genutzt werden. Ausgehend von den grundlegenden Voraussetzungen und Zielvorstellungen einer Ganztagsschule werden Parameter für die Konzeptionierung von kooperativen Ganztagsschulmodellen vorgestellt sowie Kooperationsmöglichkeiten für Lehrkräfte, Schüler/innen und Eltern aufgezeigt.

In: Land Steiermark - A6 Bildung und Gesellschaft (Hrsg.): jugendarbeit: kontext schule. Versuch einer interdisziplinären Auseinandersetzung, Verlag für Jugendarbeit und Jugendpolitik, Graz, S. 27-41

Link: http://asset.cubic3.at/fachstellnw/2185/4/download_001.pdf