Berufsorientierung - IBOBB

Berufsorientierung - eine gesellschaftliche Herausforderung.

Eine gelingende Berufsorientierung ist gemeinsame Aufgabe von Schule, Elternhaus, Berufsberatung, Wirtschaft und Gesellschaft. Erst eine gute, in enger Kooperation der Schule mit außerschulischen Institutionen, Unternehmen und anderen Akteuren/innen stattfindende Berufsorientierung kann den erwünschten Erfolg haben.

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Wirtschafts- und Industriebetrieben ist nur einer der Gründe für die Forderung einer wirksamen beruflichen Orientierung von Schüler/innen.

Ein weiterer wichtiger Grund sind die immensen gesellschaftlichen Kosten von Bildungs-Abbrüchen. Sie betreffen die Gesellschaft allgemein, aber vor allem den einzelnen Jugendlichen, der durch den Abbruch frühzeitige Frustrationen und Misserfolgserlebnisse erfahren muss. Dabei entscheidet die Erstqualifikation in Berufsausbildung oder Studium nach wie vor über zukünftige Lebenschancen, Konsummöglichkeiten und sozialen Status.

Entsprechend hoch sind demnach die Bedeutung einer qualitativen, gelingenden beruflichen Orientierung und die Verantwortung der Schule im Hinblick auf mögliche persönliche und gesellschaftliche Auswirkungen.

Ein wesentliches Anliegen von Berufsorientierung ist es, didaktische Konzepte auf handlungsorientiertes Lernen und fächerübergreifende Zusammenhänge auszurichten, um die Schüler/innen zum eigenständigen Lernen und zum Entwickeln von persönlichen Zukunftsperspektiven zu motivieren. Differenzierte Möglichkeiten zur Entdeckung von persönlichen Interessen, Fähigkeiten, Neigungen und Kompetenzen, sowie ein breit angelegtes Erfahrungslernen werden den Orientierungsprozess der Schüler/innen fördern und unterstützen.

Voraussetzungen im beruflichen und schulischen Orientierungsprozess von Jugendlichen sind prozessbegleitende Feedbacks in theoretischer und praktischer Hinsicht als auch die Möglichkeit, bereits getroffene Entscheidungen, jederzeit und ohne negative Auswirkungen, überdenken und abändern zu können, um sich wieder neu zu orientieren.

Um diesen sich ständig verändernden Orientierungsprozess von Jugendlichen zu unterstützen und professionell zu begleiten, bedarf es qualifizierter und engagierter Lehrer/innen, Eltern und weiterer Akteure/innen, sowie Beratungsstrukturen, die den Schüler/innen und deren Eltern bei beruflichen und persönlichen Anliegen zur Verfügung stehen.

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