Forschungsprojekte

Mediale Impulse I – Film und Interkulturalität

Filme, die konstruktive und/oder gescheiterte Beispiele von interkulturellen Konflikten und Beziehungen darstellen, ermöglichen es, die Wahrnehmung und das Verständnis kultureller Unterschiede zu verbessern und zu erhöhen.

Das bewegte Bild verbindet und verknüpft oft Vergnügen/Leidenschaft/Unterhaltung und Lernen mit der Erzählung eines Plots, der interkulturelle Facetten, Stereotypen und/oder die Darstellung von Figuren aus verschiedenen Kulturen beinhaltet. Das geschieht in einer visuellen Sprache und in einer filmischen Form, die das Interesse der Zuschauer/innen erweckt. Die wird noch stärker von der jungen, digitalisierten Generation empfunden.

In dieser Hinsicht richten sich Filme an verschiedene Gefühle und aktivieren gleichzeitig kognitive Kanäle. Die Sprache/n, die in einem Film gesprochen wird/werden, und die Kulturen, die in einem Film repräsentiert sind, werden durch visuelle Aspekte unterstützt. Filmische Elemente – wie die Kameraeinstelllungen, die Montage, der Soundtrack, das Drehbuch – können auch für eine interkulturelle Bildung genutzt werden.

Die erste Phase des Forschungsprojekts (2017-2018) betrifft die Erprobung und die Evaluierung didaktischer Arbeitsblätter für Filme mit einem interkulturellen Inhalt, die für die Primar- und Sekundarstufe I geeignet sind. Solche didaktischen Materialen sollten Kompetenzen im Rahmen einer zielorientierteren Filmanalyse und ein vielschichtiges interkulturelles Verständnis entwickeln.

Ansprechperson: Angela Fabris, Visitenkarte


Curriculare Begleitforschung MIB

Das Studienjahr 2016/17 bietet den Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiums im Bereich der Primarstufe laut Curriculum erstmals die Möglichkeit, sich im Schwerpunkt Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Bildung zu vertiefen.

Ein Forschungsteam des Instituts V wird die Studierenden auf ihrem Weg durch alle Lehrveranstaltungen des Schwerpunkts begleiten und mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Evaluationsmethoden von Studierenden und Lehrenden Rückmeldungen zur curricularen Umsetzung einholen, bearbeiten und auswerten.

Das Evaluationsziel liegt in einer Untersuchung, wie und bis zu welchem Grad curriculare Intentionen und Inhalte der Schwerpunktsetzung in der Ausbildung umgesetzt werden können. Darüber hinaus sollen Teilergebnisse im Sinne einer formativen Evaluation in die Überarbeitung des Curriculums einfließen.

Ansprechpersonen:

Magdalena Angerer-Pitschko, Visitenkarte
Angela Fabris, Visitenkarte
Franco Finco, Visitenkarte
Reinhard Kogler, Visitenkarte
Bernarda Volavšek Kurasch, Visitenkarte


Sprachenprofile der Pädagogischen Hochschulen Kärnten und Wien

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die an den beiden Hochschulen vorhandenen sprachlichen Ressourcen, die sowohl Studierende als auch Lehrende mitbringen, zu erfassen und zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß diese Ressourcen in unterschiedlichen Bereichen genutzt werden. Durch das Aufzeigen von vorhandenen Ressourcen hinsichtlich Mehrsprachigkeit und sprachlicher Heterogenität an den beteiligten Hochschulen soll eine Grundlage für die Erschließung neuer pädagogischer Handlungsfelder geschaffen werden. Dabei stehen folgende Forschungsfragen im Zentrum des Projekts:

* Über welche sprachlichen Ressourcen verfügen die an der Pädagogischen Hochschule Kärnten und der Pädagogischen Hochschule Wien lernenden und lehrenden Personen?

* Wie erleben sie diese Ressourcen im Kontext der jeweiligen Hochschule?

* Wie lassen sich die vorhandenen Ressourcen im Rahmen der Ausbildung von Studierenden und im Hinblick auf ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrer/innen in einer Schule, die von zunehmender Diversität geprägt ist, nutzen?

Im Rahmen des seit November 2013 laufenden Forschungsprojekts wurden an den beiden Hochschulen insgesamt 1200 Studierende sowie 110 Lehrende in Form primär quantitativ gestalteter Fragebögen befragt. Darüber hinaus wurden im qualitativen Bereich bislang 10 Gruppendiskussionen mit Studierenden durchgeführt. Die Auswertung der Fragebogenerhebung wurde an der Pädagogischen Hochschule Kärnten mit Hilfe des Softwareprogramms SPSS 20 durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Antworten auf die offenen Fragen vom gesamten Forschungsteam thematisch unter bestimmten Kategorien geclustert. Die Auswertung der transkribierten Gruppeninterviews erfolgt im gesamten Forschungsteam in Form von Inhaltsanalysen. Das Projekt soll Ende 2016 abgeschlossen sein, wobei neben dem Forschungsbericht auch eine Publikation zu den Forschungsergebnissen vorgesehen ist.

Ansprechperson: Ferdinand Stefan, Visitenkarte


Mehrsprachige Schultafel / Lavagne Plurilengâl

Das grenzüberschreitende Projekt Lavagne Plurilengâl (friaulisch „mehrsprachige Schultafel“) wurde in Udine von September bis Dezember 2015 durchgeführt und hatte zum Ziel, die Anwendbarkeit der CLIL-Methodik für Minderheitensprachen zu überprüfen. Das Kooperationsprojekt wurde zwischen dem Institut für Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Bildung der Pädagogischen Hochschule Kärnten, der Universität Venedig, der Universität Udine und dem regionalen Schulamt von Friaul-Julisch Venetien und sechs Instituten für höhere Bildung durchgeführt. In acht Bildungsseminaren und gleich vielen Workshops wurden den teilnehmenden Lehrer/innen in 40 Unterrichtseinheiten die Schlüsselelemente der CLIL-Methode mit besonderem Augenmerk auf ihre Anwendbarkeit für Minderheitensprachen näher gebracht und die Umsetzbarkeit für Friaulisch erarbeitet. 159 Lehrer/innen aller Unterrichtsfächer haben erfolgreich am Projekt teilgenommen.

Während der Projektphase und der Workshops wurde im Zuge von Reflexionsprozessen auch der Frage nachgegangen, wie die positiven Erfahrungen auf andere Regional- und Minderheitensprachen umgesetzt werden könnten. Die zu nutzenden Synergien sollten zukünftig auch auf das Minderheitenschulwesen in Kärnten übertragen werden.

Progjet: Lavagne Plurilengâl - Furlan

Ansprechperson: Franco Finco, Visitenkarte


Normalitätsvorstellungen von Lehrer/innen

Das Forschungsprojekt „Normalitätsvorstellungen von Lehrer/innen“ stellt eine Forschungskooperation von Angehörigen dreier Pädagogischer Hochschulen (Kärnten, Vorarlberg, Wien) dar. Das Projekt beinhaltet Fragestellungen zu „Normalitätsvorstellungen“ von Lehrer/innen in Bezug auf Individualisierung und Heterogenisierung im Unterricht.

Ansprechpersonen:

Gabriele Khan, Visitenkarte
Dagmar Unterköfler-Klatzer, Visitenkarte
Ferdinand Stefan, Visitenkarte
Andrea Zidej, Visitenkarte

Projektbericht 2012


Begleitforschung zu den Curricula für die zweisprachige Ausbildung und für die Teamlehrer/innen Ausbildung


Forschungszeitung