Inklusion und inklusive Pädagogik

Der Schwerpunkt „Inklusive Pädagogik“ zielt auf eine professionelle, wissenschaftsorientierte Ausbildung in den für den gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung(en) notwendigen Kompetenzen ab. Er qualifiziert für die spezifische pädagogische Begleitung von Kindern mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten und psychosozialen Benachteiligungen in der Altersstufe 6 bis 12. Die Absolventinnen und Absolventen  sind mit grundlegenden Fragen und Konzepten  der schulischen Inklusion vertraut und können Unterricht individuell auf die Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler abstimmen. Sie verfügen über Kompetenzen in Hinblick auf Diagnostik sowie auf Präventions-, Interventions- und Förderansätze und können ihren Unterricht unter Berücksichtigung individueller Förderpläne gestalten und evaluieren. Sie können in teamorientierter Weise inklusive Schulentwicklungsprozesse mitgestalten.

 

Aktuelles zum Studienjahr 2016/17

Mit Beginn des heurigen Studienjahres startet im Rahmen des „Bachelorstudiums im Bereich der Primarstufe“ zum ersten Mal der Schwerpunkt „Inklusive Pädagogik mit Fokus Behinderung“. Derzeit haben sich 33 Studierende für diesen Schwerpunkt angemeldet. Im Wintersemester sollen die Leitlinien für die Inklusive Pädagogik und Sonderpädagogik erarbeitet und diskutiert werden. Das methodisch-didaktische Design der Lehrveranstaltungen zielt einerseits auf die Grundlagen und andererseits auf die Sparten der „Inklusiven Pädagogik mit Fokus Behinderung“ ab. Das Sommersemester sieht dann die Schwerpunkte „Lernen und Kognition“ sowie „emotionaler und sozialer Förderbereich“ vor. Ebenso beginnen auch die Pädagogisch-Praktischen Studien in diesem Schwerpunkt.

Ergänzende Vorträge und Exkursionen zum Schwerpunkt im Wintersemester:

27. 10. 2016

Gelingende Inklusion in Südtirol – Herausforderungen und Aufgaben der Pädagogischen Hochschulen in Aus- , Fort- und Weiterbildung

Vortragende: Dr. Renate Heissl-Deporta

Psychopädagogin bei der Landesverwaltung. Studium der Erziehungswissenschaften und Psychologie an der Leopold Franzens Universität Innsbruck, Hochschullehrgang für das Psychotherapeutische Propädeutikum und Ausbildung zur Supervisorin, seit 2000 Integrationsberaterin, Lehrgang "Qualitätsevaluation an Schulen", Ausbildung "Systemisches Management in Teams und Organisationen", verschiedene Ausbildungen zum Thema "Management in Non-Profit Organisationen", theaterpädagogische Ausbildung. Lehrbeauftragte an der Freien Universität Bozen, Fakultät für Bildungswissenschaften, Psychosoziale und pädagogisch-didaktische Beratung und Begleitung von Kindergartenpersonal, Lehrpersonen, Führungskräfte und Eltern im Bereich Integration, Qualitätsentwicklung von Integration/Inklusion.

16. – 18. 11. 2016

Exkursion zur Grundschule „Kleine Kielstraße“ in Dortmund mit ganztägiger Hospitation

Diese Schule hat unter anderem den „Deutschen Schulpreis“ gewonnen und gilt als Brennpunktschule mit hohem Ausländeranteil.

Genauere Informationen finden Sie unter www.grundschule-kleinekielstrasse.de.

Jänner 2017:

Prof.in Dr.in Marion Döll

Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt sprachliche Bildung und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in der PädagogInnenbildung; UNI Wien - dzt. PH OÖ

Geplante Inhalte:

Vortrag und Diskussion über

• Aufnahmeverfahren für Lehramtsstudierende

• Definition der Anforderungen/Mindeststandards, Sprachkompetenzdiagnose

• Unterstützungsmaßnahmen für Studierende, Coaching, Fördermaßnahmen

• Analyse der Sprachhandlungssituationen

• Sprachkompetenzmodell, das zwischen Primar- und SekundarstufenlehrerInnen differenziert

• Deutsch als Kompetenz, die während des Studiums entwickelbar ist…