Publikationen

Elfriede Witschel (2017):Textkompetenz fördern durch LesenSchreibenLesen. Die didaktische Bedeutung von Aufgabenarrangements im kompetenzorientieren Deutschunterricht. Frankfurt/Main: Peter Lang.

Der Deutschunterricht soll Schülerinnen und Schüler mithilfe von textbasiertem Schreiben auf die schriftliche Reife- und Diplomprüfung vorbereiten. Das Buch stellt eine qualitative Studie in der Sekundarstufe II vor, die das Lesen und Schreiben im Deutschunterricht in den Blick nimmt. Zentral sind Aufgabenarrangements, in denen Lese- und Schreibaufgaben verknüpft werden. Zum einen wird dadurch beim Lesen das Verstehen erleichtert, zum anderen wird das Schreiben selbst entlastet. Zudem hat diese Verbindung positive Auswirkungen auf die entstehenden Produkte, die Texte der Schülerinnen und Schüler.

Gerda Kysela-Schiemer und Elfriede Witschel (4/2017):ide Heft Lernen und Lehren im Deutschunterricht. 

Das Heft hat sowohl die Primarstufe als auch die Sekundarstufen I und II im Blick. Es bringt die unterschiedlichen Perspektiven auf das Unterrichten im Fach Deutsch ein und fokussiert, einzeln und in der Wechselwirkung zueinander, die vier Kompetenzbereiche Lesen und Literatur in ihrer Multimodalität, Zuhören und Sprechen, Schreiben und Sprachaufmerksamkeit.

GerdaWobik greift ihrem Artikel die Verbindung von strategischem Lesen und strukturiertem Schreiben auf und stellt ein Unterrichtsbeispiel vor, das die Verschränkung von Lesen und Schreiben gut verständlich darlegt. Die Autorin zeigt, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Ausgangstext den Schreibprozess erleichtern und fördern kann.

GerdaKysela-Schiemer thematisiert in ihrem theoretischen Beitrag „Zum Umgang mit Texten und Medien“ den Begriff „Media Literacy“ und betont, dass der professionelle Umgang von Lehrpersonen mit Informations- und Kommunikationsmedien die Voraussetzung dafür ist, diese erfolgreich und sinnstiftend im Deutschunterricht einsetzen zu können.

 

Christina Korenjak und Stephanie Stegfellner: Lehrer/innen als Schreibberater/innen einer Vorwissenschaftlichen Arbeit / Diplomarbeit – Über den Rollenkonflikt zwischen Beratung und Beurteilung. In: Forschungszeitung 9/2016_17. S. 28-34 (2017.

Die flächendeckende Einführung von Vorwissenschaftlichen Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS) stellt sowohl Lehrer/innen als auch Schüler/innen vor völlig neue Herausforderungen. Die Schüler/innen verfassen ihren ersten Langtext, die Lehrer/innen sollen sie sowohl begleiten als auch beurteilen. Dabei ist ein Inter-Rollenkonflikt nahezu unvermeidbar. Welche Anforderungen diese Doppelrolle in der Realität mit sich bringt und welche Strategien Lehrer/innen benötigen, um damit adäquat umgehen zu können, zeigt dieser Beitrag auf.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

Isolde Kreis und Dagmar Unterköfler-Klatzer: In diesem Buch werden Erfahrungen, Reflexionen und Ergebnisse aus sechs Jahren Entwicklungs- und Forschungsarbeit zum Modell Fortbildung Kompakt dargestellt.

Es handelt sich dabei um ein Modell, das von einer Projektgruppe, die im Auftrag der Rektorin Marlies Krainz-Dürr im Schuljahr 2011/12 an der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule eingerichtet worden ist, entwickelt und beforscht wurde. Das Modell hat den Anspruch einer innovativen, wirksamen und nachhaltigen Fortbildung und ist für alle Schultypen konzipiert. Das Design und die Elemente des Fortbildungsangebotes basieren auf empirische Ergebnisse zur Unterrichts- und Schulentwicklungsforschung. Im Zentrum stehen dabei Fragen, wie Fortbildung wirksam sein kann, wie Fortbildung die Professionalitätsentwicklung von Lehrer/innen und die der Schulentwicklung unterstützen kann und welche Angebote von Seiten der Fortbildungsanbieter eine längerfristige Wirksamkeit erzeugen können.

In den ersten beiden Abschnitten werden theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsergebnisse zur Lehrer/innenfortbildung aufgezeigt. Anhand von ausgewählten Beispielen wird dokumentiert, welche Modelle aufgrund ihrer Angebotsstruktur und Forschungsergebnissen eine Wirksamkeit für Lehrer/innen und Schulen aufweisen können.

Die Zielgruppe für das Buch sind Personen, die in der Lehrer/innenaus- und fortbildung tätig sind, Unterrichts- und Schulentwickler/innen, Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Personen der Schulaufsicht.

Christian Pichler (2016): Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht und fachspezifisches Professionsverständnis, ein Dilemma

Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und das Professionsverständnis von Lehrpersonen der Schultype Gymnasium mit seinen sozialen, bildungs- und typenspezifischen Konventionen können Gegensätze bilden, die die erwünschten Effekte der Bildungsreform konterkarieren. Der vorliegende Beitrag untersucht Orientierungsmuster der Lehrenden und zeigt die Bruchlinien zwischen dem akademischen Professionsverständnis und einem handlungsorientierten auf. Der Befund weist die Richtung, in die die Aus- und Fortbildung zu arbeiten haben wird.

Gerda Kysela-Schiemer u. Almut E. Thomas  (2016):Sprachliche Förderung durch Vorlesen in traditionellen Buch- und digitalen Lesewelten. S. 802 - 810

Vorlesen gilt als besonders nachhaltige Investition in die Bildungschancen von Kindern. Das aktuelle Angebot zur Förderung von frühkindlicher Sprache und Kommunikation ist vielfältig und reicht vom traditionellen Kinderbuch bis zum Touchscreen, Tiger- oder E-Book. Vorliegender Artikel zeigt anhand einer Studie an mehreren Wiener Volksschulen die Bedeutung des Vorlesens für die Förderung sprachlicher Kompetenzen auf und diskutiert aktuelle Angebote zur Vorlesekultur für unterschiedliche Altersstufen.

 

ide Heft 2/2016 Sachtexte. Sachtexte als Lerngegenstand und Medium des Lernens. Hg.: Jürgen Struger und Elfriede Witschel

Dieses ide-Heft schlägt einen Bogen von theoretischen und fachdidaktischen Konzepten zu Möglichkeiten der Umsetzung in der Unterrichtspraxis mit Ziel einer Vertiefung und Erweiterung des Verständnisses von Sachtexten als komplexe und vielfältige Lerngelegenheiten. 

 

 

 

 

Gerda Kysela-Schiemer (2016): Sachcomics. Bildung, Wissen und Information durch Bilder. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 ("Sachtexte"), S. 50-58.

Wissen soll durch Bilder vermittelt werden. Durch Comics werden seriöse Inhalte leichter zugänglich gemacht. Das ist bestechend – längst nicht mehr nur für Kinder und Jugendliche. Sachcomics stellen das Edukative in den Mittelpunkt: Eine pädagogisch-didaktische Bereicherung der Bildungslandschaft?

Elfriede Witschel (2016): Lesen und Schreiben: vom Sachtext zum offenen Brief. Die Arbeit mit einem Aufgabenarrangement in der Sekundarstufe II. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 („Sachtexte“), S. 104-112.

Das neue schriftliche Prüfungsdesign der Abschlussprüfung in der Muttersprache bzw. in Deutsch in Österreich setzt eine Verknüpfung von Lesen und Schreiben bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben voraus. Das impliziert einen vorbereitenden Deutschunterricht, der entsprechende Strategien mithilfe von Lern- und Übungsaufgaben aufbaut. Der Beitrag stellt als Trainingsmöglichkeit ein Aufgabenarrangement vor und beleuchtet so die Prozesse beim Lesen und Schreiben auf dem Weg zu einem Produkt, einem offenen Brief.

Annemarie Saxalber, Elfriede Witschel (2016): „Schreibunterricht aus meiner Sicht“ – Eine empirische Analyse zu Lehren und Lernen in der Sekundarstufe II in Österreich. In: Zimmermann, Holger; Peyer, Ann (Hg.): Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften (= Germanistik Didaktik Unterricht, Bd. 16). Frankfurt/Main: Peter Lang, S. 175-196.

Die Einführung der schriftlichen Standardisierten Reifeprüfung in Deutsch (SRDP) zieht Folgen für den Deutschunterricht nach sich. Die begleitende Studie zur Einführung der SRDP beleuchtet, inwiefern diese expliziten Normen sich auf implizite Normen der Lehrpersonen auswirken. Der Artikel wählt – mit Blick auf normative Erwartungen – einige Themenaspekte aus und zieht Schlussfolgerungen für die Deutschlehreraus- und -fortbildung in Österreich.

Christian Pichler (2016)Lehrer/innen und Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht, Unterricht aus Politischer Bildung

Kompetenzorientierung statt Inhaltsorientierung, so lautet seit 2008 das unterrichtsleitende Prinzip in Österreichs Schulen. Der Begriff beschreibt eine grundlegende Neukonzeption fachlicher Didaktik, deren erfolgreiche Umsetzung entscheidend von der Haltung der Lehrer/innen abhängt. Die Einstellung von Geschichts- und Politik-Lehrpersonen zu Kompetenzorientierung im Unterricht und zur kompetenzorientierten Reifeprüfung an Kärntens AHS ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Wichtige Teilergebnisse werden hier präsentiert.

In: Erziehung und Unterricht 2016/4

Nicola Mitterer (2016): Das Fremde in der Literatur. Zur Grundlegung einer responsiven Literaturdidaktik.

Die „Responsive Literaturdidaktik“ nimmt von den Maximen eines klassischen Bildungsdiskurses „nach PISA“ Abstand und wendet sich grundlegenden Fragen des Literar-Ästhetischen zu, so etwa jenen:

Wozu dient(e) das Erzählen von Geschichten und die Literatur in der Menschheitsgeschichte und im Leben des Einzelnen und weshalb berührt die Auseinandersetzungen mit Erzählungen immer auch das existenzielle Thema der Fremdheit (im Eigenen)? Weshalb ist Literatur im Grunde nicht lehrbar und soll dennoch Bestandteil unseres Fächerkanons bleiben?

Der Begriff der „Responsivität“, der hier in Anlehnung an die Philosophie Bernhard Waldenfels’ entwickelt wird, meint somit nicht nur die Annäherung an grundlegende Fragen des Menschseins, sondern auch die Entwicklung eines originären Denkens, das sich nur aus der je  einzigartigen Verbindung zwischen LeserIn – einer jeden Leserin und eines jeden Lesers, egal welcher Herkunft und ganz unabhängig von sonstigen mehr oder weniger vorhandenen Kompetenzen – ergeben kann.

In: Bielefeld: transcript