Förderliche und hemmende Faktoren für die Elternpartizipation am Übergang vom Elementar- in den Primarbereich

Ausgangslage und Stand der Forschung 

Der Übergang vom Elementar- zum Primarbereich stellt im Bildungswesen Österreichs eine bedeutende Zäsur dar, denn Kindergärten und Volksschulen weisen grundlegende Verschiedenheiten auf. Diese haben ihre Ursachen u. a. in unterschiedlichen rechtlichen Voraussetzungen, in verschiedenen pädagogischen Konzepten und in unterschiedlich fachlich ausgebildeten Lehrpersonen. Darüber hinaus ist der Kindergarten (mit Ausnahme des verpflichtenden letzten Kindergartenjahres) eine freiwillig zu besuchende, sozialpädagogisch geprägte Einrichtung, während die Volksschule ihrem Leistungsprinzip entsprechend die Kinder adäquat auf den Besuch weiterführender Schularten vorbereitet.

Am Übergang vom Kindergarten zur Volksschule stehen sowohl die Kinder und Lehrpersonen, aber auch die Eltern vor neuen organisatorischen, inhaltlichen, inter- und intrapersonalen Herausforderungen. Dieser als Transition bezeichnete Prozess steht im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses, wobei der Blick einerseits vorwiegend auf die Optimierung der strukturellen Rahmenbedingungen der beteiligten Institutionen und andererseits auf die individuelle Bewältigung der Kinder, Eltern und Lehrpersonen gerichtet ist.

Forschungsprojekte, die sich mit der Verzahnung von Elementar- und Primarbereich beschäftigen, widmen sich in Österreich bislang vor allem neuartigen Formen der Kooperation zwischen den Kindergarten- und Volksschul-Pädagog/-innen und der Neugestaltung der kindlich erlebten Transition als bedeutender Entwicklungsabschnitt. 

Forschungsgegenstand und Forschungsziel

Aber nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern (Erziehungsberechtigten) „kommen in die Schule“. Die Einbeziehung und Partizipation der Eltern in den Prozess des Übergangs wurde bisher mitunter vernachlässigt, obwohl diese mit nicht weniger Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen in den neuen Lebensabschnitt starten. Es gibt daher kaum empirisches Wissen über Perspektiven von Eltern, deren Bedürfnisse, Unterstützungsbedarf und deren Bewältigungsstrategien.

Der Fokus des Forschungsprojektes liegt daher auf der Bewusstmachung der Elternpartizipation während der Transition. Dabei soll das subjektive Erleben der Eltern im Hinblick auf die Veränderungen auf individueller, interaktionaler und kontextueller Ebene untersucht werden. 


Ansprechperson:

Mag. Dr. Angelika Trattnig, Visitenkarte