LesenSchreibenLesen. Zur Bedeutung von offenen Aufgabenarrangements im kompetenzorientierten Schreibunterricht

Abstract:

Das Projekt beschäftigt sich mit der Verbindung von Lesen und Schreiben im Unterricht und erforscht, inwiefern Aufgaben, die das Lesen und Schreiben verbinden, das Lesen und Schreiben selbst entlasten und die von SchülerInnen verfassten Textprodukte verbessern.

Das zentrale Thema der vorliegenden qualitativen Studie sind offene Aufgabenarrangements, also die didaktische Inszenierung von Aufgaben zum Lesen und Schreiben in der Sekundarstufe II. Ihr Ziel ist es, den Effekt dieser Lernaufgaben im Deutschunterricht zu überprüfen.

Projektdauer: 2012 – 2016

Forschungsfrage:

-  Welche Auswirkungen haben offene Aufgabenarrangements auf die Lese- und Schreibprozesse der SchülerInnen und die dabei entstehenden Produkte, ihre Texte?

Forschungsdesign:

-  Experteninterviews mit LehrerInnen und SchülerInnen geben einen Einblick in die laufende Praxis in Bezug auf das Lesen und Schreiben im Deutschunterricht.

-  Eine schriftliche Befragung im Anschluss an eine Intervention mit einem Aufgabenarrangement bringt die Sicht der SchülerInnen zu den Aufgaben zum Ausdruck.

-   Eine linguistische Textanalyse zeigt – im Vergleich mit einer Kontrollgruppe – die qualitativen Unterschiede zwischen den Produkten der beiden Gruppen auf.

Die Daten werden schließlich zueinander in Beziehung gesetzt und ihre wechselseitige Bedeutung in didaktischer Hinsicht interpretiert.

Wesentliche Erkenntnis: Ein Aufgabenarrangement, das alle Kompetenzen einbezieht und das in eine bewusst gestaltete Lernumgebung eingebettet ist, bietet eine gute Voraussetzung für Lernzuwachs und Kompetenzaufbau, und somit für Unterrichtsqualität.

Dissertationsprojekt von Elfriede Witschel, betreut von Univ.-Prof. Dr. Annemarie Saxalber-Tetter, Freie Universität Bozen, Fakultät für Bildungswissenschaften

Ansprechperson: Elfriede Witschel, Visitenkarte