Forschungsprojekte

Eine Vielzahl nationaler und internationaler Forschungsprojekte wird sowohl autonom als auch in Kooperation mit anderen tertiären Bildungseinrichtungen durchgeführt.

 

Erforschung möglicher Spannungsfelder im naturwissenschaftlichen Sachunterricht

Lehrpersonen bewegen sich ständig zwischen „didaktischen Extremen“, sogenannten Spannungsfeldern. Allgemeine Spannungsfelder sind bereits ausreichend beforscht, für den Sachunterricht in der Primarstufe fehlen bis dato Daten. Die Intention hinter dem vorliegenden Projekt ist es, erstmalig Einsichten über mögliche fachdidaktische und fachwissenschaftliche Spannungen, denen sich Lehrpersonen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht gegenüberstehen, zu erlangen. Mithilfe von Online-Befragungen und Interviews werden die Sichtweisen von Pädagog:innen und Student:innen der Primarstufe im Studienzeitraum erhoben. Das Aufspüren und Sichtbarmachen solcher Einflussfaktoren ist für einen guten Unterricht von enormer Wichtigkeit und speist einen nachhaltigen Professionalisierungsprozess.

 

Reflektieren in der LehrerInnenbildung

Seit Oktober 2020 wird das Reflektieren mit Hilfe von Videovignetten an der PHK in der Ausbildung eingesetzt.  Ein Konzept zur Einbindung des Reflektierens in einige Lehrveranstaltungen des Schwerpunkts „Interdisziplinäres Forschen, Entdecken, Verstehen im Kontinuum“ (Fachliche Schwerpunkte: Mathematik, Naturwissenschaften und Sprache) wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen ausgearbeitet. Primäres Ziel ist es, gemeinsame Reflexionsinstrumente zu entwickeln.

 

Forschungsprojekt im Forum Primar: NAWI4Primar

Unter der Leitung der PHK wurde ab Oktober 2018 ein Forschungsprojekt mit der Kurzbezeichnung NAWI4Primar durchgeführt. Dieses Projekt soll als Grundlage für kompetenzorientierte Planung, Durchführung und Evaluation von naturkundlich-technischem Unterricht im Sachunterricht dienen. Ausgehend von Modellen für den Sachunterricht anderer Länder sowie von normativen Inhalten, aktuellen Befunden aus der entwicklungs- und lernpsychologischen Forschung und erster empirischer Daten, soll ein Lehr-Lern-Modell zur Erprobung im Sachunterricht entwickelt werden. 

 

Klima4Primar

In diesem Projekt wurde an der Pädagogischen Hochschule Kärnten, im Schuljahr 2020/21, das Thema „Klimawandel“ in ein Lehr-Lern-Modell (Freytag et al., 2021),  das im Rahmen des Projektes NAWI4Primar entwickelt wurde, eingearbeitet und zur Erprobung gebracht. Ziel war es, das Lehr-Lern-Modell (LLM) auf seine Praxistauglichkeit zu prüfen, die Akzeptanz von Seiten der Lehrpersonen zu ermitteln und etwaige Hürden bei der Umsetzung im Unterricht aufzuzeigen. Insgesamt wurde das LLM in drei Volksschulen umgesetzt.

 

Dissertation im Rahmen des Erasmus Agreement mit der Universität Siegen (D) mit dem Arbeitstitel:

Am Anfang steht die Antwort: Qualitative Analyse des verbalen Sprachprodukts Antwort von Lernenden im Chemieunterricht

Im Rahmen dieser bilateralen Kooperation entsteht eine Dissertation im Bereich der Fachdidaktik Chemie.

Die Arbeit untersucht den chemieunterrichtlichen, verbalen Diskurs zwischen Lernenden und Lehrenden in der Sekundarstufe I und macht fachsprachliche Verschleierungen, niederschwellige Formulierungen und problematische Kohäsionen in den Antworten der Lernenden sichtbar.

Ziel ist es, mit der Analyse der verbalen Sprachprodukte ein Instrument zu entwickeln, welches die Schwierigkeiten der chemischen Fachsprache von Lernenden kategorisiert. Diese Bestandsaufnahme wird im nächsten Schritt  eine gezielte sprachbewusste Intervention und eine Verbesserung der Fachsprache im Chemieunterricht erlauben.