Dialogische datenbasierte Unterrichtsreflexion - 2DUR

Dialogische datenbasierte Unterrichtsreflexion – 2DUR fördert die Nutzung der Leistungsmessungsdaten „für die gemeinsame systematische Weiterentwicklung der Lern- und Lehrprozesse” und unterstützt Lehrpersonen dabei, als „reflektierende Praktiker/innen” zu handeln. Im Rahmen von 2DUR können Schulstandorte professionelle Lerngemeinschaften etablieren und regelmäßig Feedback von Kolleg*innen einholen, um „von- und miteinander zu lernen” (BMBWF, 2020, S. 15, 16). In diesem Sinne entspricht 2DUR dem Qualitätsmanagement für Schulen.

Anhand eines Leitfadens wird aufgezeigt, wie Lehrpersonen Daten aus Kompetenzmessungen für ihren eigenen Unterricht nutzen können. Zentral ist, die rückgemeldeten Ergebnisdaten zu analysieren, zu verstehen und in einen Zusammenhang mit dem eigenen Unterricht zu bringen, um so Einblicke in die Wirkung von Lehr- und Lernprozessen zu erhalten. Im Vordergrund steht die Frage: Was haben die Ergebnisdaten mit meinem Unterricht zu tun, d. h. mit den Lernsteuerungs- und Lernunterstützungsmaßnahmen, die ich in meinem Unterricht eingesetzt habe? Durch das Rekonstruieren des eigenen Tuns eröffnen sich Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung des Unterrichts. Das ist ein spannender, aber auch anspruchsvoller Vorgang, der durch gemeinsame Reflexion im Dialog in der Gruppe unterstützt wird.

2DUR ist nicht zuletzt auch ein Steuerungsinstrument für Schulleitungen, das darauf ausgerichtet ist, Unterricht und Schule evidenzbasiert weiterzuentwickeln und professionelle Lerngemeinschaften an der Schule zu etablieren (vgl. BMBWF, 2020).

Dauer: bis zu 4 Halbtage im Schuljahr

Zielgruppe: Schulleitungen und Lehrer_innen aller Schularten

Ansprechperson: Mag. Friederike Juritsch