Publikationen

Kreis, Isolde & Birgit Leitner (Hrsg.) (2022): Interreligiöses Lehren und Lernen. Das Projekt KUER – Kultur-Ethik-Religion.

In diesem Buch werden theoretische Beiträge und praktische Zugänge zum Thema aufgezeigt sowie die empirischen Ergebnisse und Reflexionen der KUER Begleitforschung zu interreligiös-ethischem Lehren und Lernen dargestellt. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen mit dem Projekt KUER, das an zwei Kärntner Schulstandorten (seit 2017) von der Fachinspektorin für katholische Religion organisiert und in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule begleitend beforscht wurde. Das Modell KUER ist ein Modell für einen konfessionell-kooperativen und interreligiös-ethischen Religionsunterricht.

Zentrale Themenfelder des Buches sind:

– Interreligiöses Lehren und Lernen

– Erfahrungen und Ergebnisse zum Projekt KUER

– Theoretische Auseinandersetzung(en) und Beispiele interreligiösen Lernens

– Das Modell KUER

Erlacher, Willibald & Kysela-Schiemer, Gerda (2022, Hrsg.):  Freiheit und Zwang. Paradoxien und Dilemmata im System Schule. Klagenfurter Beiträge zur Bildungsforschung und Entwicklung, Band 4, Innsbruck: StudienVerlag.

Dieses Buch widmet sich den Widersprüchlichkeiten, Paradoxien und Dilemmata in Bildungspolitik, Schule und den darin agierenden Verantwortlichen. Herzstück der Publikation ist ein Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule (PHK) - und der Päd. Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion in Bozen/Südtirol zum Thema "Wie muss/soll Fortbildung konzipiert sein, damit sie in der Schule ankommt?" 
Autor*innen aus Österreich, Deutschland und Südtirol zeigen aus ihren Blickwinkeln Schwierigkeiten auf, die der Pädagogik an sich innewohnen; gleichzeitig werden die unterschiedlichsten Facetten des Lernens aller Beteiligten von (Fort-)Bildungsbemühungen und Reformbewegungen beleuchtet.

Gerda Kysela-Schiemer & Konstanze Edtstadler (2022):  Qualitätssicherung beim Einsatz digitaler Übungen zum Erstlesen und Schreiben – Vorstellung eines qualitativen Kriterienkatalogs.  

In: S. Krammer, M. Leichtfried, M. Pissarek (Hrsg.): Deutschunterricht im Zeichen der Digitalisierung. Innsbruck: StudienVerlag, S. 100-115.

Digitale Übungen sind – nicht zuletzt wegen der Covid-19 bedingten Umstellung auf virtuellen Unterricht – weit verbreitet. Allerdings unterliegen gerade kostenlose Angebote oftmals keiner Qualitätskontrolle, weswegen es notwendig ist, dass Lehrkräften eine Orientierung bei der Auswahl und Erstellung bzw. Überarbeitung von digitalen Übungen geboten wird. Dafür wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, der auf linguistischer, allgemein didaktischer, sprachdidaktischer und mediendidaktischer Ebene Kriterien anbietet, um sämtliche digitale Übungen zum Erstlesen und Erstschreiben hinsichtlich ihrer Qualität einschätzen zu können. ​ 

Christian Pichler (2022): Die österreichische Geschichtsreifeprüfung. Zur Einschätzung fachlicher Kompetenzen. In: Thomas Hellmuth, Christoph Kühberger (Hrsg.): Geschichtsdidaktik. Zur Formung einer Disziplin. / History Education. On the Formation of a Discipline. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften/Austrian Journal of Historical Studies, 32 (2021), H. 2, (Innsbruck/ Wien, StudienVerlag), S. 144-166.

DOI: https://doi.org/10.25365/oezg-2021-32-2-8

Der Beitrag befasst sich mit einer in Kärnten durchgeführten Studie, die Manifestationen und Ausprägungsgrade historisch-politischer Kompetenzen von Gymnasial-Absolvent*innen in mündlichen Reifeprüfungen untersucht. Wissenschaftstheoretische Basis ist das Kompetenzmodell der Gruppe FUER Geschichtsbewusstsein.

Seidl S., Gröger, M., Schmölzer, B. (2022). Am Anfang steht die Antwort: Analyse von Redebeiträgen von Lernenden im chemieunterrichtlichen Diskurs. GDCP, Tagungsband der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik 22. URL: https://www.gdcp-ev.de/wp-content/tb2022/TB2022_504_Seidl.pdf

Maurič, Ursula/Scherling, Josefine (2021): Dealing with Incompleteness: Cognitive Justice as a Loadstar for Teaching Global Citizenship in Higher Education in Austria, in: Wiksten, Susan (Hrsg.): Centering Global Citizenship Education in the Public Sphere. International Enactments of GCED for Social Justice and Common Good, S. 28-41, Verlag Routledge

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung von Cognitiver Gerechtigkeit im Kontext von Global Citizenship Education. Der Fokus liegt dabei auf GCED in der Lehrer*innenbildung in Österreich. Der Artikel entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts an den Pädagogischen Hochschulen Kärnten und Wien.

Oswald, Christian/Scherling, Josefine (2021): UN-Kinderrechtskonvention - ein vieldeutiges Fundament gegenwärtiger Kinderrechtsbildung, in: Lauss, Georg (Hrsg.): Ideal - Pflicht - Zumutung. Menschenrechtsbildung aus multidisziplinärer Perspektive, S. 103-112, Schneider Verlag Hochengehren
Gegenwärtige Kinderrechtsbildung nimmt ihren legitimen Ausgang von dem 1989 verabschiedeten UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Der folgende Beitrag erörtert theoretische Herausforderungen, die sich mit einer derart verankerten Theorie und Praxis von Kinderrechtsbildung ergeben. Es wird gezeigt, dass das Übereinkommen durch eine grundlegende immanente Spannung zu charakterisieren ist, die sich in vielfältigen Auslegungsmöglichkeiten äußert. Wenn ein geklärter Begriff von Kinderrechtlichkeit die Voraussetzung für Kinderrechtsbildung darstellt, dann muss sich diese Vielfalt auch in entsprechenden theoretischen Konzeptionen spiegeln. Der Beitrag plädiert für eine reflexive Auseinandersetzung mit den normativen und politischen Prämissen im Diskurs über Kinderrechtsbildung.

Seidl S., Gröger, M., Schmölzer, B. (2021). Am Anfang steht die Antwort: Analyse verbaler Sprachprodukte von Lernenden im chemieunterrichtlichen Diskurs, Online Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und der Physik, September 2021. Link zum Poster.

Korenjak, Christina / Raffelsberger-Raup, Monika / Stegfellner, Stephanie (2021): Institutionelles Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärnten - Rückblick und Evaluation einer durchgeführten Maßnahme. In: JoSch – Journal für Schreibwissenschaft, 12 (21), 18-28. 

Monika Raffelsberger-Raup (2021): Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärnten: In: Forschungszeitung der Pädagogischen Hochschule, Ausgabe 12, S.60-27

In Anlehnung an die Ansätze des Writing across the curriculum und writing in the disciplines setzte sich die Pädagogische Hochschule Kärnten 2019 zum Ziel, eine den allgemeinen Ausbildungszielen angemessene, verbindliche literale und fächerübergreifende Kultur zu schaffen. Im Artikel Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärntenwird eine konkrete Maßnahme institutionellen Literacy Managements näher beschrieben, die im Zeitrahmen von 2019-2021 an der Hochschule durchgeführt wurde. Zudem befasst sich der Artikel mit der begleitenden Evaluation dieser Maßnahme und mit den Fragen, wie dieser Arbeitsprozess von den Lehrenden der Hochschule wahrgenommen und wie deren Nutzen für die Praxis eingeschätzt wurde.

Zur Forschungszeitung gelangen Sie hier

Christian Pichler (2021): Der ständische Feuerbach zu Klagenfurt. In: Carinthia I 211 (2021). S. 269–300.
Der ständische Feuerbach zu Klagenfurt, gebaut zur Mitte des 16. Jahrhunderts, ist ein einmaliges Denkmal früher Brandbekämpfung im urbanen Raum. Die Studie stellt seine Genese und Entwicklung ebenso dar, wie dessen Funktion im wirtschaftlichen und sozialen Gefüge der Stadt bis ins späte 19. Jahrhundert und seine „Verbannung“ unter die Straßen des modernen Klagenfurts. Den/die Leser*in erwartet eine Erkundung von drei Jahrhunderten Stadtgeschichte entlang der Historie eines Bauwerks.

 

Edtstadler Konstanze, Kysela-Schiemer Gerda (2021): Zwischen Theorie und Praxis. Der Kriterienkatalog für digitale Übungen zum Erstlesen und Erstschreiben im Rahmen von SCHLEMEDI (Schreiben und Lesen lernen mit Medien Digital, 1.0). In: A. Holzinger, S. Kopp-Sixt, S. Luttenberger, D. Wohlhart (Hrsg.) (2021): Fokus Grundschule. Band 2. Qualität von Schule und Unterricht. Münster, New York: Waxmann, S. 175-181.


Scherling, Josefine (2020): Mut zur 'Offenkundigkeit'. Statement zum Alpen-Adria Manifest, in: Wintersteiner, Werner/ Beretta, Cristina/ Miladinović Zalaznik, Mira (Hrsg.): Manifest|o Alpe-Adria. Stimmen für eine Europa-Region des Friedens und Wohlstands, edition pen, Löcker Verlag, S. 484-487; in italienischer Sprache: S. 488-491; in slowenischer Sprache: S. 492-495. 

Gruber, Bettina/Scherling, Josefine (2020): The Relevance of Unmasking Neoliberal Narratives for a Decolonized Human Rights and Peace Education, in: International Journal of Human Rights Education, 4(1)

Education plays an important role in the dissemination of neoliberalnarratives. The neoliberal approach to education focuses on human capital and subordinates people to the pure logic of the market. It shapes educational processes in a considerable way, including Human Rights Education (HRE)and Peace Education (PE). The conscious perception and unmasking of the prevailing neoliberal paradigm should therefore be a high priority in a critical approach to HRE and PE. On the basis of the Agenda 2030 for Sustainable Development in which HRE and PE are considered vital to achieving the Sustainable Development Goals, the authors show that it is essential to combine the question of a genuine decolonization of HRE and PE with a critical examination of the neoliberal paradigm. https://repository.usfca.edu/ijhre/vol4/iss1/3/?utm_source=repository.usfca.edu%2Fijhre%2Fvol4%2Fiss1%2F3&utm_medium=PDF&utm_campaign=PDFCoverPages

 

Edtstadler Konstanze, Kysela-Schiemer Gerda (2020): Schreiben und Lesen lernen mit digitalen Medien
Vorstellung von literaturbasierten Kriterien für digitale Übungen zum Erstlesen und Erstschreiben

DOI: https://doi.org/10.21243/mi-01-20-9

Die zunehmende Verbreitung von digitalen Übungen, auch im anfänglichen Schriftspracherwerb – also beim Erstlesen und Erstschreiben, erfordert eine kritisch-reflektierte Haltung sowohl bei der Erstellung als auch beim Einsatz dieser Angebote. Da bislang keine kompakte Hilfestellung dafür verfügbar ist, wurden im Rahmen des Schlemedi-Projektes (Schreiben und Lesen lernen mit Medien – Digital) literaturbasiert ein Kriterienkatalog erstellt, der die Bereiche Fachwissenschaft und Fachdidaktik Deutsch sowie Mediendidaktik vereint. Diese Kriterien werden im Beitrag theoretisch fundiert kurz vorgestellt und mithilfe von konkreten Übungen verdeutlicht.


Von Isolde Kreis und Birgit Leitner (2021) wird in dem Buch das Projekt KUER (Kultur-Ethik-Religion) vorgestellt - ein dialogisch-konfessionelles Unterrichtsprojekt der Sekundarstufe 1, das seit dem Schuljahr 2017/18 an zwei Schulstandorten in Kärnten in insgesamt 21 Klassen durchgeführt und empirisch erforscht wird, S. 105-123.


Kysela-Schiemer, G./Kreis, I. (2021): Wie erleben Schulleiter*innen und Lehrer*innen Fortbildung? In: Erziehung  & Unterricht 1-2, 2012, S. 95-104.

Die Forschung zur Fortbildung von Lehrer/innen  hat während der letzten Jahrzehnte an Bedeutung gewonnen, weist aber nach wie vor große Lücken auf (vgl. Lipowsky & Rzejak 2015). Auf der Suche nach effizienten, innovativen Maßnahmen für die Fortbildung von Lehrpersonen werden enorme Herausforderungen sichtbar.  

Einen Beitrag zur Klärung offener Fragen möchte das Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule, das in Kooperation mit der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion Bozen (ehemals Deutsches Bildungsressort), Südtirol, Italien, seit 2015 durchgeführt wird, leisten.  

Ausgehend von der Forschungsfrage „Wie kann, soll und muss Fortbildung aussehen und organisiert werden, damit diese in die Schule ankommt?“ stehen die positiven und negativen Erfahrungen von Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Personen des mittleren Managements von unterschiedlichen Schularten mit Fortbildung im Fokus der Erhebungen. 


Pichler, Christian (2020): Geschichtsmatura. Eine empirische Untersuchung zum kompetenzorientierten Prüfungsmodus. (= Österreichische Beiträge zur Geschichtsdidaktik: Geschichte – Sozialkunde – Politische Bildung Band 14, Innsbruck, Wien). StudienVerlag.

Fähigkeiten fördern und Fertigkeiten entwickeln: Unter dieser Prämisse steht kompetenzorientierter Unterricht. Im Fach Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung meint das die Substituierung der Aneignung kurzfristig „abrufbarer“ Daten und Fakten durch einen ausgeprägteren lebenspraktischen Nutzen (verbessertes Zurechtfinden in Gegenwart und Zukunft durch Kritikfähigkeit). Die Mutation des Gegenstands „vom Pauk- zum Denk-Fach“ (W. Schreiber) verlangt Vergewisserung der Ziel-Erreichung. 2012 wurde die österreichische Reifeprüfung mit der Intention reformiert, fachliche Kompetenzen augenscheinlich zu machen und ihren Entwicklungsgrad einzuschätzen. Obwohl sich geisteswissenschaftliche Fähigkeiten überwiegend in mentalen Prozessen manifestieren, deren Tiefendimension kaum auslotbar erscheint, unternimmt die Studie den Versuch, die Erscheinungsform historischer und politischen Kompetenzen sichtbar zu machen.  Die Ausprägung der Fähigkeiten wird auf der Basis von Theorie-Erwartungen an Kompetenzprogression mittels Unterrichts anhand von 30 Reifeprüfungsperformanzen untersucht.


Grote, V., Unger, A., et al. (2020): General and Disease-Specific Health Indicator Changes Associated with Inpatient Rehabilitation.Journal of the American Medical Directors Association. doi: 10.1016/j.jamda.2020.05.034

Die Rehabilitation mit ihren bewegungsinduzierten Angeboten spielt eine entscheidende Rolle bei der Milderung und Verbesserung von Funktionseinschränkungen im Zusammenhang mit dem Altern und chronischen Erkrankungen. Moderierende Faktoren wie Geschlecht, Alter, die medizinische Diagnose, Bewegungsprogramme, der Rehabilitationszeitpunkt für den Aufnahmestatus sowie die erwarteten Veränderungen im Zusammenhang mit der stationären Rehabilitation werden untersucht, um eine valide Grundlage für die routinemäßige Beurteilung der Qualität der medizinischen Ergebnisse zu schaffen.


Sabine Seidl (2020): Dissertation im Rahmen des Erasmus Agreement mit der Universität Siegen (D) mit dem Arbeitstitel: Am Anfang steht die Antwort: Qualitative Analyse des verbalen Sprachprodukts Antwort von Lernenden im Chemieunterricht

Im Rahmen dieser bilateralen Kooperation entsteht eine Dissertation im Bereich der Fachdidaktik Chemie. Die Arbeit untersucht den chemieunterrichtlichen, verbalen Diskurs zwischen Lernenden und Lehrenden in der Sekundarstufe I und macht fachsprachliche Verschleierungen, niederschwellige Formulierungen und die daraus resultierenden problematischen inhaltlichen Kohäsionen in den Antworten der Lernenden sichtbar.

Ziel ist es, mit der Analyse der verbalen Sprachprodukte ein Instrument zu entwickeln, welches die Schwierigkeiten der chemischen Fachsprache von Lernenden kategorisiert. Diese Bestandsaufnahme wird im nächsten Schritt  eine gezielte sprachbewusste Intervention und eine Verbesserung der Fachsprache im Chemieunterricht erlauben.

Zur Forschungszeitung (ab Seite 38) gelangen Sie hier.


Grote, V., Unger, A., et al. (2019). What to Expect: Medical Quality Outcomes and Achievements of a Multidisciplinary Inpatient Musculoskeletal System Rehabilitation. 27. doi:10.5772/intechopen.89596

Die Inzidenz chronischer Krankheiten nimmt zu. Die Rehabilitation mit ihren Bewegungsprogrammen spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung und Minimierung der funktionellen Einschränkungen, die mit chronischen Erkrankungen und dem Altern verbunden sind, wobei zu den routinemäßigen Ergebnismaßnahmen krankheitsspezifische und unspezifische allgemeine Gesundheitsparameter gehören. Diese Studie evaluiert Indikatoren für die medizinische Qualität der Ergebnisse von 10.373 Patienten (61.0013.65 Jahre, 51,7% Frauen), die sich drei Wochen lang einer orthopädischen Rehabilitation unterzogen haben.


Josefine Scherling (2019). Zukunftsdimensionen in der Menschenrechtsbildung. Grundlagen - Analysen - Perspektiven

"Die Arbeit an der Utopie der Menschenrechte in Richtung einer Kultur der Menschenrechte voranzubringen ist eine Aufgabe, die im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Menschheit immer dringlicher wird. Die heutigen (globalen) Herausforderungen erfordern ein radikales Neudenken von Menschenrechtsbildung in ihrer Berufung zu einer zukunftsfähigen Alternative zum Status quo. Aufbauend auf einer kritischen Analyse der Begriffe Menschenrechte/ Menschenrechtsbildung/ Zukunft werden im Band Grundlagen für eine zukunftsorientierte Menschenrechtsbildung entwickelt, die sich in einem Drei-Säulen-Modell manifestieren, das Hoffnung, Verantwortung sowie Utopie zusammendenkt und diese kritisch für die Menschenrechtsbildung analysiert."


Böttcher E, Unger A, Grote V. (2019): Geschlechtsspezifische Unterschiede und Erfolge in der Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA). J Miner Stoffwechs Muskuloskelet Erkrank. 2019;26(4):127. doi: 10.1007/s41970-019-00090-w

Die GVA wurde im April 2018 als stationäre, sekundärpräventive Gesundheitsmaßnahme für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates in ganz Österreich ausgerollt und ein neues Leistungsprofil mit verstärktem Fokus auf Bewegung und Ernährung wurde etabliert. Ziel der Arbeit war die Evaluierung geschlechtsspezifischer Unterschiede hinsichtlich der Ausgangsdaten zu Beginn des Aufenthaltes sowie die Erfassung kurzfristiger Erfolge in der Medizinischen Ergebnisqualität bei Entlassung nach drei Wochen.


Grote V, Unger A et al. (2019): It is never too late … Achievements in Medical Rehabilitation do not Depend on Patients' Age. Conference: Netzwerk Altersmedizin, Jahreskongress 2019: Aktives und gesundes Altern, Medizinische Universität Graz. doi: 10.13140/RG.2.2.28093.41441

Stationäre medizinische Rehabilitation verbessert das allgemeine Wohlbefinden und die körperliche Funktionsfähigkeit und reduziert Risikofaktoren bei der Mehrzahl der Patienten. Diese Erfolge sind in allen Altersgruppen zu beobachten. Aus medizinischer Sicht sollte allen Patienten unabhängig von Alter, Geschlecht und Beschäftigungsstatus eine Rehabilitation angeboten werden.


Willibald Erlacher, Isolde Kreis, Gerade Kysela-Schiemer, Michaela Pötscher Gareiß. Forschungsbericht 2019: Wie muss/soll Fortbildung konzipiert sein, damit sie in der Schule ankommt?

Die  internationale Studie, die  in Kärnten und Südtirol (mixed-method Design) durchgeführt wurde, soll Ergebnisse dazu liefern, wie Fortbildung konzipiert sein muss, um nachhaltig zu wirken. Insgesamt neun Forscherinnen und Forscher (sechs aus Kärnten und drei aus Südtirol) bilden dabei die international besetzte Forschungsgruppe, die ihre Ergebnisse darstellt. Link


Scherling, Josefine (2017): The Child's Right to Participate as a Global Citizen - Kinderrechte im Kontext von Global Citizenship am Beispiel des Rechts auf politische Partizipation, in: Silke (Hrsg.): Engagierte Jugendliche in der Gesellschaft - Bürgerschaft und Engagement in einer globalisierten Welt, Verlag Barbara Budrich, S. 33-46.

Dieser Beitrag geht der Frage der Beziehung von Kinderrechten und Global Citizenship (Education) nach. Er untersucht die Bedeutung der Kinderrechte - insbesondere der Partizipationsrechte - für diesen Ansatz bzw. die Bedeutung von Global Citizenship für die Kinderrechte-Debatte.

Elfriede Witschel (2017):Textkompetenz fördern durch LesenSchreibenLesen. Die didaktische Bedeutung von Aufgabenarrangements im kompetenzorientieren Deutschunterricht. Frankfurt/Main: Peter Lang.

Der Deutschunterricht soll Schülerinnen und Schüler mithilfe von textbasiertem Schreiben auf die schriftliche Reife- und Diplomprüfung vorbereiten. Das Buch stellt eine qualitative Studie in der Sekundarstufe II vor, die das Lesen und Schreiben im Deutschunterricht in den Blick nimmt. Zentral sind Aufgabenarrangements, in denen Lese- und Schreibaufgaben verknüpft werden. Zum einen wird dadurch beim Lesen das Verstehen erleichtert, zum anderen wird das Schreiben selbst entlastet. Zudem hat diese Verbindung positive Auswirkungen auf die entstehenden Produkte, die Texte der Schülerinnen und Schüler.


Gerda Kysela-Schiemer und Elfriede Witschel (4/2017):ide Heft Lernen und Lehren im Deutschunterricht. 

Das Heft hat sowohl die Primarstufe als auch die Sekundarstufen I und II im Blick. Es bringt die unterschiedlichen Perspektiven auf das Unterrichten im Fach Deutsch ein und fokussiert, einzeln und in der Wechselwirkung zueinander, die vier Kompetenzbereiche Lesen und Literatur in ihrer Multimodalität, Zuhören und Sprechen, Schreiben und Sprachaufmerksamkeit.

GerdaWobik greift ihrem Artikel die Verbindung von strategischem Lesen und strukturiertem Schreiben auf und stellt ein Unterrichtsbeispiel vor, das die Verschränkung von Lesen und Schreiben gut verständlich darlegt. Die Autorin zeigt, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Ausgangstext den Schreibprozess erleichtern und fördern kann.

GerdaKysela-Schiemer thematisiert in ihrem theoretischen Beitrag „Zum Umgang mit Texten und Medien“ den Begriff „Media Literacy“ und betont, dass der professionelle Umgang von Lehrpersonen mit Informations- und Kommunikationsmedien die Voraussetzung dafür ist, diese erfolgreich und sinnstiftend im Deutschunterricht einsetzen zu können.

 


Christina Korenjak und Stephanie Stegfellner: Lehrer/innen als Schreibberater/innen einer Vorwissenschaftlichen Arbeit / Diplomarbeit – Über den Rollenkonflikt zwischen Beratung und Beurteilung. In: Forschungszeitung 9/2016_17. S. 28-34 (2017).

Die flächendeckende Einführung von Vorwissenschaftlichen Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS) stellt sowohl Lehrer/innen als auch Schüler/innen vor völlig neue Herausforderungen. Die Schüler/innen verfassen ihren ersten Langtext, die Lehrer/innen sollen sie sowohl begleiten als auch beurteilen. Dabei ist ein Inter-Rollenkonflikt nahezu unvermeidbar. Welche Anforderungen diese Doppelrolle in der Realität mit sich bringt und welche Strategien Lehrer/innen benötigen, um damit adäquat umgehen zu können, zeigt dieser Beitrag auf.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.


Korenjak, Christina / Raffelsberger-Raup, Monika / Stegfellner, Stephanie (2021): Institutionelles Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärnten - Rückblick und Evaluation einer durchgeführten Maßnahme. In: JoSch – Journal für Schreibwissenschaft, 12 (21), 18-28. 

 

Isolde Kreis und Dagmar Unterköfler-Klatzer (2018): In diesem Buch werden Erfahrungen, Reflexionen und Ergebnisse aus sechs Jahren Entwicklungs- und Forschungsarbeit zum Modell Fortbildung Kompakt dargestellt.

Es handelt sich dabei um ein Modell, das von einer Projektgruppe, die im Auftrag der Rektorin Marlies Krainz-Dürr im Schuljahr 2011/12 an der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule eingerichtet worden ist, entwickelt und beforscht wurde. Das Modell hat den Anspruch einer innovativen, wirksamen und nachhaltigen Fortbildung und ist für alle Schultypen konzipiert. Das Design und die Elemente des Fortbildungsangebotes basieren auf empirische Ergebnisse zur Unterrichts- und Schulentwicklungsforschung. Im Zentrum stehen dabei Fragen, wie Fortbildung wirksam sein kann, wie Fortbildung die Professionalitätsentwicklung von Lehrer/innen und die der Schulentwicklung unterstützen kann und welche Angebote von Seiten der Fortbildungsanbieter eine längerfristige Wirksamkeit erzeugen können.

In den ersten beiden Abschnitten werden theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsergebnisse zur Lehrer/innenfortbildung aufgezeigt. Anhand von ausgewählten Beispielen wird dokumentiert, welche Modelle aufgrund ihrer Angebotsstruktur und Forschungsergebnissen eine Wirksamkeit für Lehrer/innen und Schulen aufweisen können.


Christian Pichler (2016): Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht und fachspezifisches Professionsverständnis, ein Dilemma

Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und das Professionsverständnis von Lehrpersonen der Schultype Gymnasium mit seinen sozialen, bildungs- und typenspezifischen Konventionen können Gegensätze bilden, die die erwünschten Effekte der Bildungsreform konterkarieren. Der vorliegende Beitrag untersucht Orientierungsmuster der Lehrenden und zeigt die Bruchlinien zwischen dem akademischen Professionsverständnis und einem handlungsorientierten auf. Der Befund weist die Richtung, in die die Aus- und Fortbildung zu arbeiten haben wird.


Gerda Kysela-Schiemer u. Almut E. Thomas  (2016):Sprachliche Förderung durch Vorlesen in traditionellen Buch- und digitalen Lesewelten. S. 802 - 810

Vorlesen gilt als besonders nachhaltige Investition in die Bildungschancen von Kindern. Das aktuelle Angebot zur Förderung von frühkindlicher Sprache und Kommunikation ist vielfältig und reicht vom traditionellen Kinderbuch bis zum Touchscreen, Tiger- oder E-Book. Vorliegender Artikel zeigt anhand einer Studie an mehreren Wiener Volksschulen die Bedeutung des Vorlesens für die Förderung sprachlicher Kompetenzen auf und diskutiert aktuelle Angebote zur Vorlesekultur für unterschiedliche Altersstufen.

 


ide Heft 2/2016 Sachtexte. Sachtexte als Lerngegenstand und Medium des Lernens. Hg.: Jürgen Struger und Elfriede Witschel

Dieses ide-Heft schlägt einen Bogen von theoretischen und fachdidaktischen Konzepten zu Möglichkeiten der Umsetzung in der Unterrichtspraxis mit Ziel einer Vertiefung und Erweiterung des Verständnisses von Sachtexten als komplexe und vielfältige Lerngelegenheiten.

 

Gerda Kysela-Schiemer (2016): Sachcomics. Bildung, Wissen und Information durch Bilder. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 ("Sachtexte"), S. 50-58.

Wissen soll durch Bilder vermittelt werden. Durch Comics werden seriöse Inhalte leichter zugänglich gemacht. Das ist bestechend – längst nicht mehr nur für Kinder und Jugendliche. Sachcomics stellen das Edukative in den Mittelpunkt: Eine pädagogisch-didaktische Bereicherung der Bildungslandschaft?


Elfriede Witschel (2016): Lesen und Schreiben: vom Sachtext zum offenen Brief. Die Arbeit mit einem Aufgabenarrangement in der Sekundarstufe II. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 („Sachtexte“), S. 104-112.

Das neue schriftliche Prüfungsdesign der Abschlussprüfung in der Muttersprache bzw. in Deutsch in Österreich setzt eine Verknüpfung von Lesen und Schreiben bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben voraus. Das impliziert einen vorbereitenden Deutschunterricht, der entsprechende Strategien mithilfe von Lern- und Übungsaufgaben aufbaut. Der Beitrag stellt als Trainingsmöglichkeit ein Aufgabenarrangement vor und beleuchtet so die Prozesse beim Lesen und Schreiben auf dem Weg zu einem Produkt, einem offenen Brief.


Annemarie Saxalber, Elfriede Witschel (2016): „Schreibunterricht aus meiner Sicht“ – Eine empirische Analyse zu Lehren und Lernen in der Sekundarstufe II in Österreich. In: Zimmermann, Holger; Peyer, Ann (Hg.): Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften (= Germanistik Didaktik Unterricht, Bd. 16). Frankfurt/Main: Peter Lang, S. 175-196.

Die Einführung der schriftlichen Standardisierten Reifeprüfung in Deutsch (SRDP) zieht Folgen für den Deutschunterricht nach sich. Die begleitende Studie zur Einführung der SRDP beleuchtet, inwiefern diese expliziten Normen sich auf implizite Normen der Lehrpersonen auswirken. Der Artikel wählt – mit Blick auf normative Erwartungen – einige Themenaspekte aus und zieht Schlussfolgerungen für die Deutschlehreraus- und -fortbildung in Österreich.


Christian Pichler (2016)Lehrer/innen und Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht, Unterricht aus Politischer Bildung

Kompetenzorientierung statt Inhaltsorientierung, so lautet seit 2008 das unterrichtsleitende Prinzip in Österreichs Schulen. Der Begriff beschreibt eine grundlegende Neukonzeption fachlicher Didaktik, deren erfolgreiche Umsetzung entscheidend von der Haltung der Lehrer/innen abhängt. Die Einstellung von Geschichts- und Politik-Lehrpersonen zu Kompetenzorientierung im Unterricht und zur kompetenzorientierten Reifeprüfung an Kärntens AHS ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Wichtige Teilergebnisse werden hier präsentiert.

In: Erziehung und Unterricht 2016/4

Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärnten

In Anlehnung an die Ansätze des writing across the curriculum und writing in the disciplines setzte sich die Pädagogische Hochschule Kärnten 2019 zum Ziel, eine den allgemeinen Ausbildungszielen angemessene, verbindliche literale und fächerübergreifende Kultur zu schaffen. Im ArtikelLiteracy Management an der Pädagogischen Hochschule Kärntenwird eine konkrete Maßnahme institutionellen Literacy Managements näher beschrieben, die im Zeitrahmen von 2019-2021 an der Hochschule durchgeführt wurde. Zudem befasst sich der Artikel mit der begleitenden Evaluation dieser Maßnahme und damit den Fragen danach, wie dieser Arbeitsprozess von den Lehrenden der Hochschule wahrgenommen und wie deren Nutzen für die Praxis eingeschätzt wurde.

In: Forschungszeitung der pädagogischen Hochschule, Ausgabe 12, S.60-27

Zum Artikel gelangen Sie hier: Forschungszeitung

Monika Raffelsberger-Raup (2021): Visitenkarte