Publikationen

Sabine Seidl (2020): Dissertation im Rahmen des Erasmus Agreement mit der Universität Siegen (D) mit dem Arbeitstitel: Am Anfang steht die Antwort: Qualitative Analyse des verbalen Sprachprodukts Antwort von Lernenden im Chemieunterricht

Im Rahmen dieser bilateralen Kooperation entsteht eine Dissertation im Bereich der Fachdidaktik Chemie. Die Arbeit untersucht den chemieunterrichtlichen, verbalen Diskurs zwischen Lernenden und Lehrenden in der Sekundarstufe I und macht fachsprachliche Verschleierungen, niederschwellige Formulierungen und die daraus resultierenden problematischen inhaltlichen Kohäsionen in den Antworten der Lernenden sichtbar.

Ziel ist es, mit der Analyse der verbalen Sprachprodukte ein Instrument zu entwickeln, welches die Schwierigkeiten der chemischen Fachsprache von Lernenden kategorisiert. Diese Bestandsaufnahme wird im nächsten Schritt  eine gezielte sprachbewusste Intervention und eine Verbesserung der Fachsprache im Chemieunterricht erlauben.

Zur Forschungszeitung (ab Seite 38) gelangen Sie hier.

Josefine Scherling (2019). Zukunftsdimensionen in der Menschenrechtsbildung. Grundlagen - Analysen - Perspektiven

"Die Arbeit an der Utopie der Menschenrechte in Richtung einer Kultur der Menschenrechte voranzubringen ist eine Aufgabe, die im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Menschheit immer dringlicher wird. Die heutigen (globalen) Herausforderungen erfordern ein radikales Neudenken von Menschenrechtsbildung in ihrer Berufung zu einer zukunftsfähigen Alternative zum Status quo. Aufbauend auf einer kritischen Analyse der Begriffe Menschenrechte/ Menschenrechtsbildung/ Zukunft werden im Band Grundlagen für eine zukunftsorientierte Menschenrechtsbildung entwickelt, die sich in einem Drei-Säulen-Modell manifestieren, das Hoffnung, Verantwortung sowie Utopie zusammendenkt und diese kritisch für die Menschenrechtsbildung analysiert."

Willibald Erlacher, Isolde Kreis, Gerade Kysela-Schiemer, Michaela Pötscher Gareiß. Forschungsbericht 2019: Wie muss/soll Fortbildung konzipiert sein, damit sie in der Schule ankommt?

Die  internationale Studie, die  in Kärnten und Südtirol (mixed-method Design) durchgeführt wurde, soll Ergebnisse dazu liefern, wie Fortbildung konzipiert sein muss, um nachhaltig zu wirken. Insgesamt neun Forscherinnen und Forscher (sechs aus Kärnten und drei aus Südtirol) bilden dabei die international besetzte Forschungsgruppe, die ihre Ergebnisse darstellt. Link

Elfriede Witschel (2017):Textkompetenz fördern durch LesenSchreibenLesen. Die didaktische Bedeutung von Aufgabenarrangements im kompetenzorientieren Deutschunterricht. Frankfurt/Main: Peter Lang.

Der Deutschunterricht soll Schülerinnen und Schüler mithilfe von textbasiertem Schreiben auf die schriftliche Reife- und Diplomprüfung vorbereiten. Das Buch stellt eine qualitative Studie in der Sekundarstufe II vor, die das Lesen und Schreiben im Deutschunterricht in den Blick nimmt. Zentral sind Aufgabenarrangements, in denen Lese- und Schreibaufgaben verknüpft werden. Zum einen wird dadurch beim Lesen das Verstehen erleichtert, zum anderen wird das Schreiben selbst entlastet. Zudem hat diese Verbindung positive Auswirkungen auf die entstehenden Produkte, die Texte der Schülerinnen und Schüler.

Gerda Kysela-Schiemer und Elfriede Witschel (4/2017):ide Heft Lernen und Lehren im Deutschunterricht. 

Das Heft hat sowohl die Primarstufe als auch die Sekundarstufen I und II im Blick. Es bringt die unterschiedlichen Perspektiven auf das Unterrichten im Fach Deutsch ein und fokussiert, einzeln und in der Wechselwirkung zueinander, die vier Kompetenzbereiche Lesen und Literatur in ihrer Multimodalität, Zuhören und Sprechen, Schreiben und Sprachaufmerksamkeit.

GerdaWobik greift ihrem Artikel die Verbindung von strategischem Lesen und strukturiertem Schreiben auf und stellt ein Unterrichtsbeispiel vor, das die Verschränkung von Lesen und Schreiben gut verständlich darlegt. Die Autorin zeigt, wie die intensive Auseinandersetzung mit dem Ausgangstext den Schreibprozess erleichtern und fördern kann.

GerdaKysela-Schiemer thematisiert in ihrem theoretischen Beitrag „Zum Umgang mit Texten und Medien“ den Begriff „Media Literacy“ und betont, dass der professionelle Umgang von Lehrpersonen mit Informations- und Kommunikationsmedien die Voraussetzung dafür ist, diese erfolgreich und sinnstiftend im Deutschunterricht einsetzen zu können.

 

Christina Korenjak und Stephanie Stegfellner: Lehrer/innen als Schreibberater/innen einer Vorwissenschaftlichen Arbeit / Diplomarbeit – Über den Rollenkonflikt zwischen Beratung und Beurteilung. In: Forschungszeitung 9/2016_17. S. 28-34 (2017).

Die flächendeckende Einführung von Vorwissenschaftlichen Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS) stellt sowohl Lehrer/innen als auch Schüler/innen vor völlig neue Herausforderungen. Die Schüler/innen verfassen ihren ersten Langtext, die Lehrer/innen sollen sie sowohl begleiten als auch beurteilen. Dabei ist ein Inter-Rollenkonflikt nahezu unvermeidbar. Welche Anforderungen diese Doppelrolle in der Realität mit sich bringt und welche Strategien Lehrer/innen benötigen, um damit adäquat umgehen zu können, zeigt dieser Beitrag auf.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

Isolde Kreis und Dagmar Unterköfler-Klatzer (2018): In diesem Buch werden Erfahrungen, Reflexionen und Ergebnisse aus sechs Jahren Entwicklungs- und Forschungsarbeit zum Modell Fortbildung Kompakt dargestellt.

Es handelt sich dabei um ein Modell, das von einer Projektgruppe, die im Auftrag der Rektorin Marlies Krainz-Dürr im Schuljahr 2011/12 an der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule eingerichtet worden ist, entwickelt und beforscht wurde. Das Modell hat den Anspruch einer innovativen, wirksamen und nachhaltigen Fortbildung und ist für alle Schultypen konzipiert. Das Design und die Elemente des Fortbildungsangebotes basieren auf empirische Ergebnisse zur Unterrichts- und Schulentwicklungsforschung. Im Zentrum stehen dabei Fragen, wie Fortbildung wirksam sein kann, wie Fortbildung die Professionalitätsentwicklung von Lehrer/innen und die der Schulentwicklung unterstützen kann und welche Angebote von Seiten der Fortbildungsanbieter eine längerfristige Wirksamkeit erzeugen können.

In den ersten beiden Abschnitten werden theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsergebnisse zur Lehrer/innenfortbildung aufgezeigt. Anhand von ausgewählten Beispielen wird dokumentiert, welche Modelle aufgrund ihrer Angebotsstruktur und Forschungsergebnissen eine Wirksamkeit für Lehrer/innen und Schulen aufweisen können.

Christian Pichler (2016): Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht und fachspezifisches Professionsverständnis, ein Dilemma

Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und das Professionsverständnis von Lehrpersonen der Schultype Gymnasium mit seinen sozialen, bildungs- und typenspezifischen Konventionen können Gegensätze bilden, die die erwünschten Effekte der Bildungsreform konterkarieren. Der vorliegende Beitrag untersucht Orientierungsmuster der Lehrenden und zeigt die Bruchlinien zwischen dem akademischen Professionsverständnis und einem handlungsorientierten auf. Der Befund weist die Richtung, in die die Aus- und Fortbildung zu arbeiten haben wird.

Gerda Kysela-Schiemer u. Almut E. Thomas  (2016):Sprachliche Förderung durch Vorlesen in traditionellen Buch- und digitalen Lesewelten. S. 802 - 810

Vorlesen gilt als besonders nachhaltige Investition in die Bildungschancen von Kindern. Das aktuelle Angebot zur Förderung von frühkindlicher Sprache und Kommunikation ist vielfältig und reicht vom traditionellen Kinderbuch bis zum Touchscreen, Tiger- oder E-Book. Vorliegender Artikel zeigt anhand einer Studie an mehreren Wiener Volksschulen die Bedeutung des Vorlesens für die Förderung sprachlicher Kompetenzen auf und diskutiert aktuelle Angebote zur Vorlesekultur für unterschiedliche Altersstufen.

 

ide Heft 2/2016 Sachtexte. Sachtexte als Lerngegenstand und Medium des Lernens. Hg.: Jürgen Struger und Elfriede Witschel

Dieses ide-Heft schlägt einen Bogen von theoretischen und fachdidaktischen Konzepten zu Möglichkeiten der Umsetzung in der Unterrichtspraxis mit Ziel einer Vertiefung und Erweiterung des Verständnisses von Sachtexten als komplexe und vielfältige Lerngelegenheiten. 

 

 

 

 

Gerda Kysela-Schiemer (2016): Sachcomics. Bildung, Wissen und Information durch Bilder. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 ("Sachtexte"), S. 50-58.

Wissen soll durch Bilder vermittelt werden. Durch Comics werden seriöse Inhalte leichter zugänglich gemacht. Das ist bestechend – längst nicht mehr nur für Kinder und Jugendliche. Sachcomics stellen das Edukative in den Mittelpunkt: Eine pädagogisch-didaktische Bereicherung der Bildungslandschaft?

Elfriede Witschel (2016): Lesen und Schreiben: vom Sachtext zum offenen Brief. Die Arbeit mit einem Aufgabenarrangement in der Sekundarstufe II. In: ide. informationen zur deutschdidaktik, 40. Jg., H. 2 („Sachtexte“), S. 104-112.

Das neue schriftliche Prüfungsdesign der Abschlussprüfung in der Muttersprache bzw. in Deutsch in Österreich setzt eine Verknüpfung von Lesen und Schreiben bei der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben voraus. Das impliziert einen vorbereitenden Deutschunterricht, der entsprechende Strategien mithilfe von Lern- und Übungsaufgaben aufbaut. Der Beitrag stellt als Trainingsmöglichkeit ein Aufgabenarrangement vor und beleuchtet so die Prozesse beim Lesen und Schreiben auf dem Weg zu einem Produkt, einem offenen Brief.

Annemarie Saxalber, Elfriede Witschel (2016): „Schreibunterricht aus meiner Sicht“ – Eine empirische Analyse zu Lehren und Lernen in der Sekundarstufe II in Österreich. In: Zimmermann, Holger; Peyer, Ann (Hg.): Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften (= Germanistik Didaktik Unterricht, Bd. 16). Frankfurt/Main: Peter Lang, S. 175-196.

Die Einführung der schriftlichen Standardisierten Reifeprüfung in Deutsch (SRDP) zieht Folgen für den Deutschunterricht nach sich. Die begleitende Studie zur Einführung der SRDP beleuchtet, inwiefern diese expliziten Normen sich auf implizite Normen der Lehrpersonen auswirken. Der Artikel wählt – mit Blick auf normative Erwartungen – einige Themenaspekte aus und zieht Schlussfolgerungen für die Deutschlehreraus- und -fortbildung in Österreich.

Christian Pichler (2016)Lehrer/innen und Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht, Unterricht aus Politischer Bildung

Kompetenzorientierung statt Inhaltsorientierung, so lautet seit 2008 das unterrichtsleitende Prinzip in Österreichs Schulen. Der Begriff beschreibt eine grundlegende Neukonzeption fachlicher Didaktik, deren erfolgreiche Umsetzung entscheidend von der Haltung der Lehrer/innen abhängt. Die Einstellung von Geschichts- und Politik-Lehrpersonen zu Kompetenzorientierung im Unterricht und zur kompetenzorientierten Reifeprüfung an Kärntens AHS ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Wichtige Teilergebnisse werden hier präsentiert.

In: Erziehung und Unterricht 2016/4